Der SV Darmstadt 98 und die SV Elversberg lieferten sich ein packendes Duell, das die Zuschauer bis zur letzten Minute fesselte. Nach einem dramatischen Spielverlauf gelang es den Darmstädtern, sich nach mehreren Rückschlägen zurückzukämpfen und ein 3:3-Unentschieden zu erkämpfen. Trotz dieser Aufholjagd war die Enttäuschung im Lager der Gastgeber nach dem Abpfiff deutlich spürbar.
Schwieriger Saisonverlauf für Darmstadt
Der Punktgewinn gegen die Saarländer hätte für die Darmstädter möglicherweise einen entscheidenden Schub in der Schlussphase der Saison bedeuten können. Doch nach nur drei Zählern aus den letzten sechs Spielen scheint der Aufstiegstraum für den SV Darmstadt 98 in weite Ferne gerückt. "Wir müssen ehrlich sein, dieser Punkt ist zu wenig, um noch Druck auf die ersten drei Plätze auszuüben", äußerte Trainer Florian Kohfeldt nach der Partie. Bei nur noch drei ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz bereits sechs Punkte, was die Aufstiegschancen erheblich mindert.
Die Moral der Mannschaft beeindruckt
Trotz der schweren Rückschläge, insbesondere der roten Karte für Patric Pfeiffer und dem daraus resultierenden Gegentor kurz vor der Halbzeit, lobte Kohfeldt die Moral seiner Mannschaft. "Es war ein unfassbar geiler Bölle-Abend. So kann Zweitliga-Fußball am Samstagabend richtig Spaß machen", resümierte der Trainer und hob die Einstellung seiner Spieler hervor. Nach einem starken Start, bei dem Darmstadt nach nur 15 Minuten mit 2:0 führte, schien das Spiel zu kippen, als Elversberg den Anschluss und schließlich die Führung übernahm. Marcel Schuhen, der Torwart der Darmstädter, zeigte sich beeindruckt von der Reaktion seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit: "Es war ein völlig wilder Spielverlauf. Was nach der Halbzeit passiert ist, ist extrem wichtig. Die Jungs haben in Unterzahl alles reingeworfen, das war schon gut." Sein Kompliment galt nicht nur den Spielern, sondern dem gesamten Team, das sich trotz der widrigen Umstände nicht aufgab.
Zufriedenheit trotz Enttäuschung
Sportdirektor Paul Fernie war ebenfalls stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. "Mit zehn Mann auf dem Platz und den vielen Chancen, die wir am Ende hatten, kann ich nur zufrieden sein", betonte er und sprach von einer typischen "Darmstadt-98-Leistung". Der Ausgleichstreffer von Fraser Hornby, der den Punkt sicherte, wurde als Belohnung für den unermüdlichen Einsatz der Mannschaft gefeiert. Schon in der kommenden Woche steht für Darmstadt 98 das nächste Spiel gegen Karlsruhe auf dem Programm, wo das Team alles daran setzen wird, um die restlichen Punkte zu sichern und die Saison würdig zu beenden.