Im malerischen Urlaubsparadies Fernando de Noronha ereignete sich ein tragisches Unglück, als ein 32-jähriger deutscher Taucher bei einem Tauchgang ums Leben kam. Lukas W. war Teil der Besatzung des deutschen Forschungsschiffs „Malizia Explorer“, das unter dem Kommando des prominenten Seglers Boris Herrmann steht.
Ursache und dramatische Rettungsversuche
Laut Berichten der örtlichen Polizei war der Taucher erst am selben Tag auf der brasilianischen Inselgruppe angekommen. Während er an der Ankerkette eines Segelbootes arbeitete, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand plötzlich gravierend. Es wird vermutet, dass eine Hypoxie, also ein Sauerstoffmangel im Gehirn, die Ursache für den Vorfall war. Tragischerweise verlor Lukas W. unter Wasser das Bewusstsein. Ein Begleiter bemerkte das Verschwinden des Tauchers und setzte umgehend einen Notruf ab. Rettungskräfte eilten herbei und zogen den Mann aus dem Wasser. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen durch Feuerwehr und Notarzt konnte sein Leben nicht gerettet werden. Er wurde ins Krankenhaus São Lucas gebracht, wo sein Tod schließlich bestätigt wurde.
Hintergrund zur „Malizia Explorer“ und zu Lukas W.
Lukas W. stammte aus Porta Westfalica in Nordrhein-Westfalen und war als Backpacker unterwegs. Durch Zufall stieß er im Dezember auf die Crew der „Malizia Explorer“. Aufgrund seiner Erfahrung als Segler wurde er eingeladen, an einer Atlantiküberquerung im März teilzunehmen. Das Forschungsschiff wurde speziell für lange Expeditionen umgebaut und hat sich der Aufgabe verschrieben, Daten über den Zustand der Ozeane zu sammeln und auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Boris Herrmann, der Kapitän des Schiffs, ist nicht nur ein Berufssportler, sondern auch ein engagierter Umweltaktivist. Mit seiner Crew, zu der auch die Klimaaktivistin Luisa Neubauer zählt, war die „Malizia Explorer“ zuletzt für mehrere Wochen in der Antarktis unterwegs. Das 26 Meter lange Schiff ist für Einsätze in entlegenen Regionen konzipiert und zeigt das Engagement des Teams, die Weltmeere zu schützen. Das Team von „Malizia“ äußerte sich tief betroffen über den Verlust von Lukas W. und bedauert, dass eine so tragische Wendung das Abenteuer seines Lebens überschattet hat.
