Aufstiegsträume und Alltagssorgen
Bei Energie Cottbus scheinen Aufstiegsträume und Alltagssorgen gefährlich nah beieinander zu liegen. Nach einem spektakulären 5:3-Sieg gegen Rot-Weiss Essen sind die Lausitzer nur noch einen Punkt von einem direkten Aufstiegsplatz in die 2. Liga entfernt. Mit beeindruckenden 66 Toren in der laufenden Saison läuft die Offensive heiß. Doch am Sonntag (13:30 Uhr) steht auswärts das Spiel gegen Viktoria Köln an – ein Gegner, der für seine Unberechenbarkeit bekannt ist.
Personelle Probleme belasten das Team
Hinter den Kulissen brodelt es jedoch gewaltig. Trainer Claus-Dieter Wollitz schlägt Alarm und äußert seine Bedenken: „Ich kann nicht seriös sagen, wer morgen im Bus sitzt.“ Der Grund sind die massiven personellen Probleme, die den Verein seit Wochen plagen. Verletzungen und körperliche Beschwerden haben die Trainingsbedingungen erheblich eingeschränkt, was sich negativ auf die Fitness und Verfügbarkeit der Spieler auswirkt. Die Liste der Angeschlagenen ist lang: Butler, Guwara, Borgmann, Pelivan, Tattermusch, Boziaris und Cvjetinovic kämpfen allesamt mit Verletzungen, vor allem Adduktoren-, Schambein- und Muskelprobleme häufen sich. Wollitz berichtet, dass die Spieler rund um die Uhr in Behandlung sind, und die Situation sei bereits seit mehreren Wochen angespannt.
Schlechte Trainingsbedingungen als Auslöser
Der Trainer nennt den Hauptverursacher der Verletzungswelle: der Trainingsplatz. „Der Platz macht den Jungs zu schaffen. Ich habe jetzt seit mehreren Wochen gesagt, dass der Platz absolut in die Jahre gekommen ist“, so Wollitz. Aufgrund fehlender Ausweichmöglichkeiten ist das Team gezwungen, auf einem schlechten Untergrund zu trainieren, was zu Dauerbelastungen und damit zu zahlreichen Verletzungen führt.
Kompaktheit und Organisation gefragt
Die Konsequenzen sind gravierend: „Die Trainingsinhalte sind permanent so, dass nur noch ausgesteuert wird“, erklärt Wollitz. Ob ein voller Kader für das Auswärtsspiel in Köln zusammenkommt, bleibt fraglich. Dabei wäre die Ausgangslage vielversprechend, da Cottbus alle bisherigen drei Drittliga-Duelle gegen Viktoria Köln gewonnen hat. Für den Coach ist klar, dass es auf Kompaktheit, Organisation und Laufarbeit ankommt, um die Chance auf den Aufstieg nicht aus den Händen zu geben.
