Hansa Rostock erlebt ein bitteres Debakel im eigenen Ostseestadion gegen Jahn Regensburg. Nach einem desaströsen ersten Durchgang, in dem die Kogge mit 0:4 in Rückstand gerät, wird es für die Fans zu einem Nachmittag der Schande. Am Ende steht eine schmerzhafte 2:5-Niederlage zu Buche, die die Aufstiegshoffnungen in der 2. Bundesliga erheblich trübt.
Schwieriger Start und frühe Gegentore
Die Partie begann für die Rostocker bereits mit einem herben Rückschlag, als Top-Scorer Emil Holten aufgrund einer Verletzung aus dem Spiel gegen Schweinfurt ausfiel. Dennoch hatte Hansa zu Beginn viel Ballbesitz, konnte jedoch keine nennenswerten Chancen herausspielen. Regensburg hingegen agierte effizient: Oscar Schönfelder brachte die Gäste in der 12. Minute mit einem präzisen Schuss in Führung. Die Unsicherheit in der Rostocker Abwehr sollte sich als verhängnisvoll erweisen. Eric Hottmann, der sich als Albtraum für die Heimmannschaft entpuppte, erhöhte kurz vor der Pause auf 0:2 und schnürte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sogar einen Doppelpack.
Der Rückschlag nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel setzte Regensburg sofort nach. Keine vier Minuten waren gespielt, da erhöhte Hottmann auf 0:4. Die Pfiffe der enttäuschten Fans durchdrangen das Ostseestadion, und die Hoffnung auf eine Wende schwand. Hansa-Trainer Daniel Brinkmann war sichtlich frustriert und stellte klar: „Wer so eine erste Halbzeit spielt, hat nicht verdient zu gewinnen.“ Auch Sportdirektor Amir Shapourzadeh musste dies am Spielfeldrand miterleben und sah für seine Kritik an Schiedsrichter Lennart Kernchen die Rote Karte.
Ein Funke Hoffnung und bitteres Ende
Trotz des Rückstands zeigte Hansa Moral und konnte durch Chris Kinsombi, der innerhalb weniger Minuten zwei Tore erzielte, auf 2:4 verkürzen. Für einen kurzen Moment keimte Hoffnung auf, doch der Jubel währte nur kurz. In der 87. Minute stellte Hottmann mit seinem vierten Treffer den alten Abstand wieder her und sorgte für die endgültige Ernüchterung. Hansa-Torwart Benjamin Uphoff war ratlos und äußerte: „Ich weiß gar nicht, wem ich jetzt am Sonntag die Daumen drücken soll“, während die Aufstiegs-Euphorie in der Stadt einem Gefühl der Ohnmacht gewichen ist. Insgesamt bleibt festzustellen, dass Hansa Rostock dringend an seiner Defensive arbeiten muss, um die verbleibenden Chancen im Aufstiegskampf zu nutzen. Andernfalls könnte die Saison zu einem unglücklichen Ende führen.