Hansa Rostock liefert im Aufstiegs-Kracher bei Verl sportlich ab – doch neben dem Platz eskaliert es! Beim wichtigen Drittliga-Spiel drehen die Rostocker einen 0:1-Rückstand und gewinnen mit 2:1. Ein echtes Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen! Aber: Der Sieg wird von unschönen Szenen überschattet. Jetzt meldet sich der Verein.
Das Statement der Kogge
In dem Statement heißt es: „Das Werfen von Gegenständen jeder Art hat im Stadion nichts zu suchen! Vorkommnisse wie gestern sind nicht nur unangebracht und unnötig, sondern schaden am Ende dem Verein. Um es mit den Worten unseres Trainers zu sagen: Das ist richtig scheiße! An dieser Stelle verweisen wir noch einmal auf die Aufforderung aus dem Dezember letzten Jahres, in der wir bereits detailliert auf diese Thematik eingegangen sind, und appellieren an jeden, der es mit unserem FCH hält, sich bei aller Emotionalität an die jeweilige Stadionordnung zu halten und nicht sich selbst und andere in Gefahr zu bringen.“
Würfe bei Eckball – Spiel erstmals unterbrochen
Was war passiert? In der 32. Minute fliegen bei einem Eckball plötzlich Becher und sogar eine Glasflasche aus dem Gästeblock! Ziel: Verl-Profi Timur Gayret. Schiedsrichter Michael Bacher (Rosenheim) reagiert sofort, unterbricht die Partie und spricht eine klare Ansage an die rund 2000 Hansa-Fans aus. „Beim ersten Mal wurde ich darauf hingewiesen, dass es jetzt auf gar keinen Fall noch mal passieren darf bei der Ecke“, so Hansa-Kapitän Franz Pfanne.
Getränk fliegt auf Torschützen
Kurz vor der Pause der nächste Eklat! In der 45. Minute bringt Berkan Taz Verl per Freistoß mit 1:0 in Führung. Beim Torjubel fliegt direkt danach ein Getränk aus dem Hansa-Block – und trifft den Torschützen! Klar zu sehen ist: Eine Frau, mit Hansa-Fanartikeln bekleidet, warf den Becher. Die Partie bleibt hitzig, die Stimmung aufgeheizt. Schiedsrichter Michael Bacher klärte die Kapitäne beider Mannschaften auf.
Feuer im Block – Spiel steht acht Minuten
Nach der Pause dann der nächste Eklat: In der 64. Minute brennt es im Hansa-Block! Das Spiel wird für acht Minuten unterbrochen. Der Grund sind Sicherheitsbedenken. Ein Notausgang ist sogar durch ein Fan-Banner blockiert. Polizei und Ordner greifen ein, Verantwortliche diskutieren lange an der Seitenlinie. Sogar ein Spielabbruch stand kurz im Raum. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit durch das Stop der Polizei geht es dann doch weiter. Kapitän Pfanne findet klare Worte: „Es ist immer unnötig, wenn Dinge auf Spieler geworfen werden. Zum Glück wurde niemand getroffen.“ Sein Appell an die Fans: Stimmung ja – aber ohne Einfluss aufs Spiel! Trainer Brinkmann wird deutlich: „Eine kleine Flasche Feigling kann wehtun. Das ist richtig scheiße – und nicht zu entschuldigen.“ Trotzdem hebt er den allgemeinen Support hervor: „Der wird mir manchmal zu schlecht bewertet.“
Sportlich top – Schatten bleibt
Trotz des sportlichen Erfolgs bleibt der Schatten der Vorkommnisse über dem Spiel. Hansa Rostock steht nun vor der Herausforderung, sowohl sportlich als auch in der Fan-Kultur Verantwortung zu übernehmen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.