Horst Hrubesch, der legendäre Stürmer und Trainer, feiert aktuell seinen 75. Geburtstag und blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die weit über seine Anfänge bei Rot-Weiss Essen hinausgeht. In seiner aktiven Zeit erzielte der gebürtige Hammer bemerkenswerte 84 Tore in 91 Pflichtspielen für RWE und etablierte sich als gefürchteter Angreifer in der Bundesliga.
Erfolgreiche Jahre beim Hamburger SV
Hrubesch wird oft als „Kopfball-Ungeheuer“ bezeichnet, was seine beeindruckenden Leistungen auf dem Platz beschreibt. Seinen größten Ruhm erlangte er mit dem Hamburger SV, wo er in den Jahren 1979, 1982 und 1983 drei Deutsche Meisterschaften gewinnen konnte. Besonders herausragend war sein Triumph im Jahr 1983, als er mit dem HSV den Europapokal der Landesmeister (heute bekannt als Champions League) gewann. Zudem war er Teil der deutschen Nationalmannschaft, die 1980 Europameister wurde und 1982 den Vize-Weltmeistertitel holte.
Trainerkarriere und Erfolge beim DFB
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn schlug Hrubesch eine Trainerkarriere ein, die ihn zu verschiedenen Vereinen führte, darunter auch wieder zu Rot-Weiss Essen. Seine Zeit beim DFB war besonders prägend. Von 1999 bis 2018 lehrte er mehreren Nachwuchs-Nationalmannschaften das Fußballspielen und führte sie zu zahlreichen Europameisterschafts-Titeln. Ein weiterer Höhepunkt war die Silbermedaille mit der U 21-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Rio.
Rückkehr zu den Wurzeln
Im Sommer 2020 kehrte Hrubesch zurück zu seinen Wurzeln beim HSV, wo er als Direktor Nachwuchs nicht nur talentierte Spieler förderte, sondern auch den Frauenfußball voranbrachte. Nach der WM 2023 in Australien und Neuseeland übernahm er für ein Jahr das Traineramt der Frauen-Nationalmannschaft und führte sie zur Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Paris. Horst Hrubesch hat sich nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer einen Namen gemacht und bleibt eine inspirierende Figur im deutschen Fußball. Sein Erbe wird sowohl bei Rot-Weiss Essen als auch auf internationalem Niveau weiterleben.