Die jüngste Weltreise der „Vasco da Gama“ sollte ein unvergessliches Erlebnis für rund 1000 Passagiere werden, doch stattdessen endete sie in einer Reihe von Enttäuschungen. Die Gäste hatten sich auf eine 175-tägige Reise um die Welt gefreut und dafür Preise ab 34.500 Euro pro Person gezahlt. Mit fünf Restaurants, sieben Bars, einem Poolbereich und einem engagierten Team von rund 550 Crewmitgliedern versprach das Schiff ein Höchstmaß an Luxus.
Hindernisse auf der Traumreise
Bereits zu Beginn der Reise traten unerwartete Schwierigkeiten auf. Die ursprünglich geplante Route von Bali nach Dubai musste aufgrund des Irankriegs aufgegeben werden, was zu einer Umleitung über Mauritius und Südafrika führte. Auch eine geplante Überfahrt durch das Rote Meer mit Landprogrammen in Saudi-Arabien wurde gestrichen, da die Sicherheitslage zu riskant erschien. Weitere Stopps in Piräus und Málaga konnten nicht wie vorgesehen eingehalten werden, da das Schiff die Starthäfen nicht rechtzeitig erreichte.
Technische Probleme setzen dem Luxusliner zu
Die Herausforderungen hörten damit jedoch nicht auf. Auf dem Weg durch den Südatlantik stellte sich ein technisches Problem mit dem Verstellpropeller ein. Obwohl die Sicherheit des Schiffs laut Nicko Cruises nicht gefährdet war, reduzierte sich die Geschwindigkeit drastisch. Anstatt der üblichen 18 bis 22 Knoten schipperte die „Vasco da Gama“ mit maximal 11 Knoten. Dies führte dazu, dass der Hafen von Praia auf Santiago erst drei Tage später als geplant erreicht werden konnte. Versuche, die Probleme mit Hilfe von Tauchern und Technikern während der Fahrt zu beheben, blieben erfolglos.
Abbruch der Kreuzfahrt und Rückreise der Passagiere
Letztlich stellte sich heraus, dass eine schnelle Reparatur nicht möglich war und das Schiff in eine Werft gebracht werden musste. Die geplante Kreuzfahrt von Málaga nach Hamburg wurde daraufhin komplett abgesagt. Nicko Cruises bedauerte die Situation und betonte den unermüdlichen Einsatz der Crew sowie die Unterstützung zahlreicher Spezialisten. Für die Passagiere blieb nur die bittere Enttäuschung, als sie in Lissabon von Bord gehen mussten und mit Charterflügen nach Hause gebracht wurden. Die Kreuzfahrtgesellschaft kündigte an, den betroffenen Gästen eine entsprechende Kompensation gemäß den reiserechtlichen Bestimmungen anzubieten. Die Hoffnung auf einen grandiosen Abschluss in Hamburg ist für die Passagiere nun in weite Ferne gerückt.