Marie-Louise Eta: Eine neue Ära beim 1. FC Union Berlin
XSZENE - RWE-Magazine
Nicht eingeloggt
Ihr Zugriff auf XSZENE.de
Kostenfrei weiterlesen!

Nutzen Sie dieses Angebot wie gewohnt mit nutzungsbasierter Werbung und Tracking.

AKZEPTIEREN UND WEITER

Privacy Center

...oder XSZENE+ abonnieren

Ein Login – viele Tracking-freie Angebote!

ABONNIEREN

Bereits XSZENE+ Abonnent? HIER ANMELDEN

Sie sind offline

XSZENE als App installieren

Installieren Sie XSZENE für schnelleren Zugriff!

Suche

Artikel durchsuchen

Menü

Marie-Louise Eta: Eine neue Ära beim 1. FC Union Berlin

Sebastian Journalist
Marie-Louise Eta: Eine neue Ära beim 1. FC Union Berlin
Quelle: bild.de

Die Ernennung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin der Männer-Mannschaft des 1. FC Union Berlin hat nicht nur in Deutschland, sondern weltweit für Aufsehen gesorgt. In einem aktuellen Interview mit der „ZEIT“ gibt Eta Einblicke in ihre neue Rolle und die Herausforderungen, die sie seit ihrer Amtsübernahme bewältigen musste.

Eine neue Stimme für das Team

Eta beschreibt ihre Aufgabe als eine Art „Feuerwehrfrau“, die frischen Wind in die Mannschaft bringen soll. Sie betont, dass die Spieler nun die Möglichkeit haben, sich neu zu beweisen und Gleichheit im Team zu fördern. „Es hilft schon ein bisschen, dass da eine neue Stimme zu den Spielern spricht“, erklärt sie. Ihre Mission besteht darin, die gesamte Mannschaft mitzunehmen und jedem Spieler die Chance zu geben, sich zu zeigen. Dies schafft ein neues Gefühl von Motivation und Herausforderung.

Vorurteile und Klischees im Fußball

Ein weiterer spannender Punkt, den Eta anspricht, ist die Zusammenarbeit mit Männern und Frauen. Nach ihrer Erfahrung gibt es hierbei keinen signifikanten Unterschied, da sie es mit individuellen Charakteren zu tun hat. Klischees über Sensibilität bei Frauen und Eitelkeit bei Männern hält sie für überholt. „Es gibt genug sensible Männer, denen ich schon den Arm auf die Schulter legen musste“, so Eta. Sie fordert eine differenzierte Betrachtung der Geschlechterrollen im Sport und betont, dass es nicht allein um das Geschlecht, sondern um Leistung und Teamgeist gehe.

Verantwortung und persönliche Entwicklung

Die Aufmerksamkeit, die ihr aufgrund ihrer Rolle zuteilwird, sieht Eta als Verantwortung. Sie ist sich bewusst, wie wichtig ihre Position in der Gesellschaft ist, möchte jedoch in erster Linie durch Leistung überzeugen. „Mir ging es nie darum, vordergründig darum, die Rolle der Frau zu stärken“, erklärt sie. Stattdessen ist es ihr Ziel, durch ihre Arbeit im Fußball einen positiven Beitrag zu leisten und andere zu inspirieren. Der Weg zur Cheftrainerin war für Eta nicht immer einfach. Sie erinnert sich an den Anruf des Präsidenten Dirk Zingler, der sie während ihrer Vorbereitung auf ein U19-Spiel überraschend mit der Nachricht konfrontierte, dass sie nun die erste Mannschaft übernehmen würde. Dieser Moment markierte den Beginn eines neuen Kapitels in ihrer Karriere. Marie-Louise Eta steht an der Spitze einer historischen Veränderung im Fußball und erweist sich als starke Führungspersönlichkeit, die bereit ist, neue Wege zu gehen und die Herausforderungen des Profifußballs anzunehmen.