Der VfL Wolfsburg hat kürzlich nach einer langen Durststrecke von zwölf sieglosen Spielen endlich wieder einen Dreier eingefahren. Mit einem 2:1-Sieg gegen Union Berlin konnten die Wölfe nicht nur ihre Moral aufbessern, sondern auch den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze verringern. Diese positive Entwicklung blieb auch in München nicht unbemerkt, denn Bayern-Boss Max Eberl ließ es sich nicht nehmen, dem Wolfsburger Trainer Dieter Hecking persönlich zu gratulieren.
Eberls Glückwünsche aus München
„Er hat mir zum Sieg in Berlin gratuliert, von wegen: ‚Geht doch‘“, berichtet Hecking. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit bei Borussia Mönchengladbach, wo sie von Ende 2016 bis Sommer 2019 zusammenarbeiteten. Die persönliche Beziehung zwischen Hecking und Eberl ist nach wie vor stark, was der Wolfsburg-Trainer unterstreicht: „Unser privates Verhältnis ist außergewöhnlich gut. Wir sprechen auch nicht nur über Fußball.“ Dieser Austausch könnte für beide Seiten von Bedeutung sein, da sie sich in einer entscheidenden Phase der Saison befinden.
Der Kampf um den Klassenerhalt
Trotz des jüngsten Sieges bleibt die Situation für den VfL Wolfsburg angespannt. Aktuell haben die Wölfe zwei Punkte Rückstand auf den rettenden Platz, der von St. Pauli belegt wird. „Rechnereien machen dich nur mürbe“, betont Hecking und warnt vor zu viel Druck. In den verbleibenden vier Spielen könnte alles passieren, und die Mannschaft müsse sich auf das konzentrieren, was sie selbst beeinflussen kann. Der Sieg gegen Union hat den Wolfsburgern jedoch neuen Auftrieb gegeben: „Wenn man zwölf Spiele nicht gewonnen hat und massiv in der Kritik steht, dann ist doch klar, dass so ein Sieg etwas freisetzt.“
Maximilian Arnold: Kapitän in der Reserve
Eine besondere Herausforderung stellt sich für den Kapitän Maximilian Arnold dar. Der 31-Jährige kämpft seit Wochen mit Leistenproblemen und hat dadurch seinen Stammplatz verloren. „Es ist im Moment seine Rolle, dass er von der Bank kommt“, erklärt Hecking. Trotz seiner Verletzung ist Arnold einsatzbereit, doch seine Fitness reicht derzeit nicht aus, um von Beginn an zu spielen. „Für ihn und uns ist es extrem wichtig, dass er dabei ist“, so Hecking weiter. Die Situation ist für den Kapitän nicht einfach, da er unbedingt helfen möchte, aber auch die Konkurrenz um die Startelf groß ist. Mit den kommenden Spielen in der Hinterhand bleibt abzuwarten, ob der VfL Wolfsburg seinen Aufwärtstrend fortsetzen kann und ob Eberls Glückwünsche bald in Glückwünsche zum Klassenerhalt umgewandelt werden können.
