Wollitz fordert Reformen in der 3. Liga: „Kirmesliga“ und Videobeweis gefordert
XSzene - RWE-Magazine
Sie sind offline - Einige Funktionen sind eingeschränkt

XSZENE als App installieren

Installieren Sie XSZENE für schnelleren Zugriff und bessere Nutzung!

Artikel durchsuchen

Wollitz fordert Reformen in der 3. Liga: „Kirmesliga“ und Videobeweis gefordert

Wollitz fordert Reformen in der 3. Liga: „Kirmesliga“ und Videobeweis gefordert
Quelle: www.bild.de

Cottbus-Trainer übt scharfe Kritik an der 3. Liga

Vor dem bevorstehenden Spitzenspiel gegen den VfL Osnabrück hat Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) auf der Pressekonferenz ein eindringliches Plädoyer für Veränderungen in der 3. Liga gehalten. Seine deutliche Kritik richtet sich insbesondere gegen die fehlende Einheitlichkeit im Spielbetrieb. „Es gibt viele Kollegen, die sagen, es sei eine Kirmesliga, da es keine einheitliche Linie gebe. Wir werden aber nicht erhört“, so Wollitz.

Wollitz fordert den Videobeweis

Ein zentrales Thema in Wollitz’ Rundumschlag sind die strittigen Schiedsrichterentscheidungen, die seiner Meinung nach häufig zu Fehlentscheidungen führen. Der Trainer spricht sich klar für die Einführung des Videobeweises (VAR) auch in der 3. Liga aus: „Auch wenn ich nicht weiß, ob es dadurch gerechter werde. Das ist eine Profiliga. Und da sind Fehler passiert, die dürfen einfach nicht passieren.“ Wollitz betont jedoch, dass er die Schiedsrichter dabei nicht persönlich angreift, sondern vielmehr die drückenden Erwartungen der Schiedsrichter-Beobachter in den Fokus rückt.

Reformbedarf bei TV-Geldern und Aufstiegsregelung

Ein weiteres Anliegen des Cottbus-Trainers betrifft die Vergabe der TV-Gelder. Ab der Saison 2027/2028 werden diese Rechte neu ausgeschrieben, und Wollitz sieht hier Reformbedarf: „Die Verteilung sollte stärker an den Tabellenplatz am Ende der Saison gekoppelt werden. Es entsteht eine andere Situation, wenn ich am Ende 2 Plätze höher liege und dann auch mehr TV-Gelder erhalte. Das macht den Wettbewerb interessanter.“ Darüber hinaus fordert er eine Verdopplung der Gesamtsumme der Gelder.

Fairness im Aufstiegsprozess gefordert

Wollitz kritisiert auch die aktuellen Regelungen zur Auf- und Abstiegsmechanik in der 3. Liga. Er plädiert für ein Aufstiegsrecht für jeden Regionalliga-Meister, da gegenwärtig nur drei Titelträger direkt aufsteigen können. Seine Vision sieht eine Liga mit 22 Vereinen vor, mit fünf Absteigern und fünf Aufsteigern, was mehr Chancen für die Vereine schaffen würde: „Dann hast Du 4 Spiele mehr und es können mehr aufsteigen.“ Mit seinem leidenschaftlichen Aufruf möchte Wollitz auf die dringenden Veränderungen aufmerksam machen, die seiner Meinung nach notwendig sind, um die 3. Liga auf ein gerechteres und spannenderes Niveau zu heben.