1860 München vor dem Abgrund: Frist zur Rettung der KGaA läuft ab

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Micha Journalist
1860 München vor dem Abgrund: Frist zur Rettung der KGaA läuft ab

Das Chaos bei 1860 München

München – Bei 1860 München scheint das Chaos kein Ende zu nehmen. Am Dienstag um 18 Uhr läuft eine wichtige Frist ab, bis zu der sich die Gesellschafter über die Zukunft der KGaA einig werden müssen. Andernfalls droht ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht in München. Der Druck wächst, denn für den Fortbestand der ausgelagerten Fußballfirma werden dringend rund 7,5 Millionen Euro benötigt. Fehlt dieses Geld, könnte die KGaA nicht mehr liquide sein und in die Insolvenz gehen.

Die möglichen Szenarien einer Insolvenz

Sollte es zur Insolvenz kommen, wird das Amtsgericht kurzfristig einen Insolvenzverwalter bestellen, der die Geschäfte übernimmt. Seine Hauptaufgabe wäre es, das Unternehmen am Leben zu halten und einen Kassensturz durchzuführen. Hierbei stellt sich die Frage, welche Ansprüche gegen die KGaA bestehen. Unter den Gläubigern befinden sich auch die Käufer von 8000 Dauerkarten sowie ein norwegischer Verein, der noch Ansprüche aus dem Transfer von Christian Gytkjaer geltend machen könnte.

Entwicklungen und Optionen für die Gesellschafter

Ein Szenario sieht vor, dass der Insolvenzverwalter Kontakt zu Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik aufnimmt. Dieser könnte bereit sein, finanzielle Unterstützung zu leisten, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, die der Verein bisher abgelehnt hat. Ein weiterer Aspekt ist die drohende Zwangsabstieg aufgrund des gerissenen Frist für die Drittligalizenz. Der Insolvenzverwalter könnte jedoch Entscheidungen treffen, die die Zukunft der KGaA sichern und eine Fortsetzung in der 4. Liga ermöglichen. Ein weiteres Szenario sieht vor, dass der Insolvenzverwalter das Geld direkt beim Verein anfordert. Ein Angebot über 5 Millionen Euro für Ismaiks Anteile wurde bereits gemacht, doch selbst das würde nicht ausreichen, um die KGaA zu retten.

Die düstere Aussicht einer Liquidation

Sollte keine Sanierung gelingen, könnte die KGaA liquidiert werden. In diesem Fall bekämen die Angestellten für drei Monate Insolvenzgeld, während die Gläubiger bedient würden. Auch die Dauerkarten-Besitzer würden wahrscheinlich nur einen Bruchteil ihres Geldes zurückerhalten. Der geregelte Spielbetrieb scheint in weiter Ferne, da unklar bleibt, ob Ismaik gegen die Gründung einer neuen Fußballgesellschaft vorgehen wird. Die nächsten Tage könnten entscheidend für die Zukunft des Vereins sein.