1860 München am Rande des Abgrunds
Der Drittligist 1860 München steht vor einer entscheidenden Wende. Bis zum 3. Juni muss der Verein 2,7 Millionen Euro aufbringen, um die Lizenz für die kommende Saison zu sichern. Andernfalls droht der Abstieg in die Regionalliga Bayern. Hinter den Kulissen wird mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet, um Investor Hasan Ismaik (48) wieder ins Boot zu holen. Doch die Situation bleibt angespannt.
Ismaiks Forderungen und die Reaktion der Löwen
Hasan Ismaik hat laut internen Informationen Bedingungen aufgestellt, die für den Verein inakzeptabel sind. Eine zentrale Forderung ist der Verzicht auf das Vorkaufsrecht, das im Kooperationsvertrag von 2011 festgelegt wurde. Sollte Ismaik eines Tages seine 60 Prozent der Anteile verkaufen, würde der Verein keine Möglichkeit mehr haben, diese zurückzukaufen. Eine solche Änderung müsste zudem von den Vereinsmitgliedern genehmigt werden, die aktuell rund 27.250 Mitglieder stark sind.
Investor rudert zurück
Nach anfänglichem Druck hat Ismaik nun seine Position etwas gemildert. In einer Nachricht an die Presse betont er, dass er nicht den Verzicht auf die Vorkaufsrechte fordere und die Rechte des Vereins erhalten bleiben sollen. Dies ist ein positives Signal für die Löwen, die sich niemals auf die ursprüngliche Forderung hätten einlassen wollen.
Zukunft des Vereins und Sponsorenverträge
Die ungewisse Zukunft des Vereins wirft auch Fragen zu den bereits verkauften Dauerkarten auf. Bislang wurden fast 8000 Dauerkarten verkauft, die im Falle eines Zwangsabstiegs ihre Gültigkeit verlieren würden. Zudem bleibt unklar, wie es mit dem Hauptsponsor ‚Die Bayerische‘ weitergeht. Dieser hat seit zehn Jahren etwa 15 Millionen Euro in den Verein investiert und hat einen Vertrag auch für die 4. Liga, jedoch mit einem Sonderkündigungsrecht. Unklar ist, ob und wann davon Gebrauch gemacht wird. Die Situation rund um 1860 München bleibt angespannt und der Krimi um das Schicksal der Löwen geht weiter.
