1860 München vor entscheidenden Wochen: Investor Ismaik unter Druck

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Mark Journalist
1860 München vor entscheidenden Wochen: Investor Ismaik unter Druck

Chaotische Situation bei 1860 München

München – Bei den Löwen herrscht derzeit tiefes Chaos. Seit einer Woche liegt ein Angebot des Vereins an Investor Hasan Ismaik (48) vor, doch eine Antwort bleibt aus. Der Verein hat Ismaik rund fünf Millionen Euro in Aussicht gestellt, um sich 60 Prozent der Anteile an der KGaA zu sichern. Zudem soll das Markenrecht, das bis 2031 an Ismaik übertragen ist, zurück an den Verein gelangen. Doch Präsident Gernot Mang (57) äußert Bedenken: „Ich glaube, dass Herr Ismaik lieber seine Anteile jemand anderem verkauft als dem Verein.“

Dringlichkeit der Entscheidung wächst

Die Zeit drängt für 1860 München. Mang weist darauf hin, dass die KGaA in der kommenden Woche Insolvenz anmelden könnte. In diesem Fall wären die Anteile von Ismaik, der in den letzten 15 Jahren rund 80 Millionen Euro investiert hat, komplett wertlos. Gleichzeitig steht die finale Entscheidung des Deutschen Fußball Bund (DFB) zur Drittligalizenz noch aus. Der Verein hatte am 3. Juni die Ausschlussfrist verpasst, da 2,3 Millionen Euro fehlten. Die KGaA hat gegen diese Entscheidung Einspruch eingelegt, doch der DFB äußert sich derzeit nicht zu dem laufenden Verfahren.

Mitglieder zeigen sich entschlossen

Am Sonntag fand in der Münchner Konzert- und Event-Halle Zenith eine wichtige Mitgliederversammlung statt, bei der die Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder (1114 Stimmberechtigte) für die Gründung einer neuen Fußballgesellschaft stimmte. 1017 Mitglieder stimmten für diesen Schritt, was im Falle einer Insolvenz oder einer Einigung mit Ismaik eine schnelle Neugründung in der 4. Liga ermöglichen könnte. Mang versprach den Mitgliedern, dass in den nächsten zwei Wochen Klarheit geschaffen wird: „Dann sprechen wir mit Spielern. Dann bauen wir eine schlagkräftige Mannschaft auf. Das schulden wir euch.“

Blick in die Zukunft trotz Unsicherheiten

Trotz der angespannten Lage richtet 1860 München den Blick nach vorne. Eine Stadionbetriebsgesellschaft wird in Gründung begriffen, und eine Machbarkeitsstudie zum Ausbau des Grünwalder Stadions wurde vorgestellt. Das Ziel: eine Erhöhung der Kapazität von 15.000 auf 27.000 Zuschauer, inklusive 2000 Business-Seats und einer Photovoltaik-Anlage. Allerdings steht die Finanzierung von rund 150 Millionen Euro sowie die Baugenehmigung noch aus. Die kommenden Wochen werden entscheidend für die Zukunft des Vereins sein.