Zwangsabstieg verändert die Kaderlandschaft der Löwen
Der Zwangsabstieg des TSV 1860 München hat nicht nur die sportliche Ausrichtung des Vereins erschüttert, sondern auch zahlreiche Vertragsverhältnisse auf den Kopf gestellt. Mit dem Abstieg in die Regionalliga verlieren viele Spieler ihre Gültigkeit, was zu einem massiven Umbruch im Kader führt. Besonders im Fokus stehen die beiden Spieler Sigurd Haugen und Sean Dulic, die auf dem Transfermarkt heiß begehrt sind.
Sigurd Haugen: Auf dem Weg nach Nürnberg
Mit beeindruckenden 16 Toren und vier Vorlagen in der vergangenen Saison war Sigurd Haugen der Top-Torjäger der Löwen. Nach dem Verlust seines bis 2027 gültigen Vertrages aufgrund des Zwangsabstiegs kann der Norweger nun ablösefrei wechseln. Laut dem Online-Portal "clubfokus.de" befindet sich Haugen bereits in Nürnberg und wird dort einen Medizincheck absolvieren, bevor er einen Vertrag unterschreibt. Damit scheint der 1. FC Nürnberg die Nase vorn zu haben im Wettlauf um den begehrten Stürmer.
Sean Dulic: Begehrter Innenverteidiger
Nicht nur Haugen steht vor einem Wechsel, auch Sean Dulic könnte den Verein verlassen. Der 20-jährige Innenverteidiger hat ebenfalls die Möglichkeit, ablösefrei zu wechseln, was ihm das Interesse mehrerer Bundesligisten einbringt. Neben dem FC Augsburg und dem Hamburger SV zeigt insbesondere der FC Schalke 04 großes Interesse. Auch der VfL Bochum aus der 2. Bundesliga hat Dulic auf dem Radar. Dies zeigt, dass die Abgänge aus der Münchner Mannschaft nicht nur punktuell, sondern umfassend sein könnten.
Schwierige Rückkehr für Guttau und Abgang von Verlaat
Die Löwen haben zudem Schwierigkeiten mit geplanten Transfers. Eine Rückkehr von Julian Guttau, der einst in den eigenen Reihen spielte, scheint aufgrund des Abstiegs in die Regionalliga unmöglich. Auch andere Spieler, wie Kapitän Jesper Verlaat, stehen vor einem Wechsel. Verlaat wird aktuell mit Borussia Dortmund II in Verbindung gebracht. Die Unruhe innerhalb des Vereins wird weiter durch kritische Stimmen verstärkt. Danny Bachmann, der Berater des verletzten Thore Jacobsen, äußerte sich unzufrieden über die mangelnde Unterstützung des Vereins: "Ein Vertragsangebot gab es leider nicht." Solche Aussagen werfen ein schlechtes Licht auf die Verantwortlichen und zeigen, wie tief der Umbruch beim TSV 1860 München tatsächlich sitzt.
