Alemannia Aachen: Von der Leihe zum Rekord und neuen Ambitionen

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Dirk Journalist
Alemannia Aachen: Von der Leihe zum Rekord und neuen Ambitionen

Ein Aufstieg über den Erwartungen

In der 3. Liga gibt es oft Vereine, die sich mit dem bloßen Überleben zufriedengeben. Alemannia Aachen jedoch hat in der Saison 2025/26 gezeigt, dass sie mehr erreichen wollen. Mit 64 Punkten und dem siebten Platz hat sich das Team nicht nur im gesicherten Mittelfeld etabliert, sondern ein starkes Zeichen gesetzt. Die Entwicklung der Mannschaft war über die Monate klar erkennbar und ließ die Fans am Tivoli aufhorchen.

Gindorf: Der Schlüsselspieler und Rekordjäger

Der Leihspieler Lars Gindorf von Hannover 96 hat sich zu einer der prägendsten Figuren dieser Saison entwickelt. Sein beeindruckender Lauf begann bereits nach dem 14. Spieltag, als er bereits 12 Tore erzielt hatte. Am Ende der Saison stellte Gindorf mit 28 Treffern einen neuen Rekord auf – niemand hat zuvor in der Geschichte der 3. Liga so viele Tore in einer Saison erzielt. Diese Leistung machte ihn nicht nur zum Torgarant für Aachen, sondern auch zum Rekordtorschützen der Liga.

Ein starkes Duo: Gindorf und Schroers

Die Kombination von Gindorf und seinem Sturmpartner Mika Schroers hat die Offensive der Alemannia revolutioniert. Gemeinsam erzielten sie 49 Saisontore und stellten damit das produktivste Angreifer-Duo in der Geschichte der 3. Liga. Ihre Fähigkeit, Spiele zu entscheiden und Tore in entscheidenden Momenten zu erzielen, war der Schlüssel zu Aachens Erfolg und half dem Team, sich aus der Gefahrenzone zu befreien.

Der Trainerwechsel und der Wendepunkt

Der entscheidende Wendepunkt für Aachen kam mit der Verpflichtung von Mersad Selimbegović als Trainer im November. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Team auf Platz 15 und die Stimmung war angespannt. Selimbegović brachte nicht nur Ordnung ins Spiel, sondern formte eine stabilere Mannschaft, die weniger von individuellen Momenten abhängig war. Die Ergebnisse sprachen für sich: sieben Siege aus den ersten elf Spielen unter seiner Leitung führten zu einem bemerkenswerten Sprung auf Platz sieben.

Ein denkwürdiger Saisonabschluss

Der letzte Spieltag gegen Havelse war der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Saison. Mit einem 6:1-Sieg vor 25.409 Zuschauern demonstrierte Aachen noch einmal seine Stärke, gepaart mit schnellem, offensivem Spiel und einer begeisterten Fangemeinde. Gindorf krönte seine außergewöhnliche Saison mit drei Treffern und setzte damit ein weiteres Highlight in dieser bemerkenswerten Spielzeit. Alemannia Aachen hat mit dieser Saison nicht nur den Klassenerhalt gesichert, sondern auch ein neues Kapitel aufgeschlagen, das die Fans mit Hoffnung und Vorfreude in die Zukunft blicken lässt.