Der FC Erzgebirge Aue steckt tief in der Krise und taumelt in der 3. Liga. Ein dramatisches Spiel gegen Rot-Weiss Essen endete für die Sachsen mit einer enttäuschenden 2:4-Niederlage, die sie näher an den Abstieg heranführt. Neun Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz – die Rückkehr in die Regionalliga scheint greifbarer denn je.
Dabrowskis ernüchternde Bilanz
Trainer Christoph Dabrowski feierte kürzlich seine Rückkehr zur Hafenstraße, doch die ersten Wochen als Trainer des FC Erzgebirge Aue sind alles andere als erfolgreich. Aus seinen ersten sieben Begegnungen holte der ehemalige Bundesliga-Profi lediglich zwei Punkte. Damit stellte er einen negativen Rekord auf: Nie zuvor blieb ein Trainer des FC Aue so erfolglos in den ersten sieben Spiele. Timo Rost, der zu Beginn der letzten Saison nur drei Punkte sammelte, kann sich immerhin noch auf eine bessere Bilanz stützen.
Ein Spiel voller Wendungen
Das Spiel begann für Aue vielversprechend, doch dann folgte eine Schreckensphase. Torben Müsel traf mit einem überraschenden Hackentreffer zum 1:0 für die Gastgeber. Nur fünf Minuten später erhöhte Jannik Hofmann mit einem spektakulären Schuss aus 25 Metern auf 2:0. Marek Janssen setzte mit einem weiteren sehenswerten Treffer kurz vor der Halbzeit den Schlusspunkt in dieser dramatischen Phase. Innerhalb von nur neun Minuten war aus einem ausgeglichenen Spiel ein 3:0 für Essen geworden. Vor der Pause gab es jedoch einen Hoffnungsschimmer für die Erzgebirger: Jannic Ehlers überwand überraschend den Essener Schlussmann Jakob Golz mit einem Tor in der Nachspielzeit und verkürzte auf 1:3.
Aue schöpft Hoffnung, doch die Ernüchterung folgt
Nach dem Seitenwechsel drängte Aue auf den Anschlusstreffer und wurde belohnt: Marcel Bär verkürzte auf 2:3. Plötzlich war der FC Erzgebirge wieder im Spiel und die Hoffnung auf einen Punktgewinn schien greifbar nah. Doch der eingewechselte Julian Günther-Schmidt vergab in einer entscheidenden Situation die große Chance zum Ausgleich und scheiterte sowohl an Golz als auch am Pfosten. In der Schlussphase machte Kaito Mizuta mit seinem Treffer zum 4:2 für Essen alle Träume der Auer zunichte. Der FC Erzgebirge steht vor einer kritischen Phase, in der jeder Punkt zählt, um den Abstieg zu vermeiden. Die nächsten Spiele werden entscheidend sein, um den Negativtrend zu stoppen und die Würde des Traditionsklubs zu wahren.