Ein spannendes Duell um den Aufstieg
Am Freitag um 20.30 Uhr (live auf Sky und Sat.1) beginnt das mit Spannung erwartete Hinspiel im Aufstiegsfinale zur 2. Bundesliga. Rot-Weiss Essen, der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet, hat nach 20 Jahren Abwesenheit die Chance, den Sprung in die zweithöchste Liga zu schaffen. Dabei wartet mit der SpVgg Greuther Fürth ein herausfordernder Gegner, der in dieser Saison ebenfalls einige Höhen und Tiefen erlebt hat.
Offensive Stärke gegen defensive Schwächen
Die Ausgangslage könnte kaum spannender sein: Während Greuther Fürth in der Liga mit 68 Gegentoren die schwächste Abwehr stellt, glänzt RWE mit 78 erzielten Toren und hat damit die zweitbeste Offensive. Hier könnte der Schlüssel zum Erfolg für die Essener liegen. Allerdings ist auch die Defensive von Rot-Weiss nicht ohne Schwächen, mit 66 Gegentoren. Ein besonderes Augenmerk muss auf Noel Futkeu gelegt werden, der mit 19 Toren in dieser Saison der amtierende Torschützenkönig der Zweiten Liga ist und bereits in der Jugend für RWE spielte.
Aufstiegs-Erfahrung auf beiden Seiten
Uwe Koschinat, der Trainer von Rot-Weiss Essen, hat gemischte Gefühle, wenn es um Aufstiege geht. Nach seinem Aufstieg mit Fortuna Köln 2014 wurde er in der letzten Saison mit Bielefeld in der Relegation nicht glücklich. Dickson Abiama, der 2021 Fürth in die Bundesliga schoss, bringt hingegen wertvolle Erfahrung mit. Beide Trainer wissen, wie wichtig mentale Stärke in einem solchen Spiel ist.
Heimvorteil und Fanleidenschaft als entscheidende Faktoren
Trotz der Herausforderung, das Rückspiel auswärts bestreiten zu müssen, hat RWE im Hinspiel an der Hafenstraße die Möglichkeit, eine solide Grundlage zu legen. In der Heimtabelle belegt der Verein den vierten Platz und die Unterstützung der Fans ist ungebrochen: Alle Tickets waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, und es hätten bis zu 85.000 Karten verkauft werden können. Sollte Essen tatsächlich aufsteigen, darf sich die 2. Liga auf einen neuen Stimmungs-Giganten freuen.
