Bargeldversorgung im Wandel: Einzelhandel überholt Bankautomaten im Ruhrgebiet
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Bargeldversorgung im Wandel: Einzelhandel überholt Bankautomaten im Ruhrgebiet

Bargeldversorgung im Wandel: Einzelhandel überholt Bankautomaten im Ruhrgebiet
Quelle: Louisa Regelmann

Die Bargeldversorgung in deutschen Großstädten verändert sich rasant. Immer mehr Menschen im Ruhrgebiet entscheiden sich dafür, ihr Bargeld nicht mehr am klassischen Bankautomaten, sondern im Einzelhandel abzuheben. Eine aktuelle Analyse der Deutschen Kreditbank (DKB) zeigt, dass Supermärkte, Discounter und Drogeriemärkte immer häufiger als Anlaufstellen für Bargeld genutzt werden.

Einzelhandel als neue Bargeldquelle

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Bundesdurchschnitt kommen in den größten Städten Deutschlands 3,4 Geschäfte mit Bargeldservice auf 10.000 Einwohner. Im Vergleich dazu sind es lediglich 3,0 Standorte für Geldautomaten und Bankfilialen. Besonders auffällig ist dieser Trend im Ruhrgebiet, wo die Unterschiede zwischen den einzelnen Städten deutlich werden. In Dortmund beispielsweise gibt es 3,38 Geschäfte, in denen Bargeld abgehoben werden kann, während nur 1,66 Geldautomaten und Bankfilialen zur Verfügung stehen. Dies zeigt, dass die Einwohner in Dortmund zunehmend Bargeld im Rahmen ihrer Einkäufe abheben, anstatt den Bankautomaten zu nutzen.

Duisburg und Essen im Vergleich

Duisburg hat im Vergleich zu anderen Großstädten mit nur 1,43 Automaten und Bankfilialen pro 10.000 Einwohner die niedrigste Dichte. Doch auch hier kann der Einzelhandel mit 2,89 Geschäften mit Bargeldservice diesen Rückgang ausgleichen. In Essen sieht die Lage noch deutlicher aus: Hier kommen auf 10.000 Einwohner 3,24 Märkte mit Bargeldauszahlungsservice, während nur 2,24 Geldautomaten zur Verfügung stehen. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass der Einzelhandel für viele Bürger eine praktische und zugängliche Option darstellt, um an Bargeld zu gelangen.

Bochums traditionelle Bargeldversorgung

Im Gegensatz zu anderen Städten zeigt Bochum ein anderes Bild. Hier überwiegt die Dichte an Geldautomaten und Bankfilialen die der Geschäfte mit Bargeldservice. Mit 3,23 Geldautomaten pro 10.000 Einwohner bleibt Bochum einer der Orte, an denen die klassische Bargeldversorgung durch Banken noch stark vertreten ist. Dennoch ist auch hier erkennbar, dass sich die Nutzung tendenziell in Richtung Einzelhandel verschiebt, da es auch 3,09 Märkte mit Bargeldabhebung gibt. Insgesamt bleibt der Zugang zu Bargeld in den großen Städten stabil. Die DKB berichtet von durchschnittlich 6,4 Anlaufstellen pro 10.000 Einwohner, was bedeutet, dass die Bürger im Ruhrgebiet zunehmend die Möglichkeit haben, Bargeld an der Supermarktkasse zu erhalten. Diese Entwicklung zeigt, wie die Bedürfnisse der Verbraucher sich an die Gegebenheiten des modernen Einzelhandels anpassen.