München – Die aufregenden und emotionalen Momente während des Viertelfinal-Rückspiels der Champions League gegen Real Madrid, das mit einem 4:3 für die Bayern endete, haben nun Konsequenzen für den deutschen Rekordmeister. Nach den chaotischen Szenen, in denen Fans vor dem Schlusspfiff in den Innenraum stürmten und Fotografen an der LED-Bande verletzten, hat die UEFA eine Geldstrafe in Höhe von knapp 90.000 Euro verhängt.
Strafen im Detail
Die Strafe setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: 40.000 Euro wegen der Verletzung des Innenraums, 30.000 Euro aufgrund unangemessener Botschaften von Fans, 14.000 Euro für das Blockieren öffentlicher Durchgänge sowie 5.625 Euro für das Werfen von Gegenständen. Diese Summe verdeutlicht, dass die UEFA klare Maßnahmen gegen unsportliches Verhalten ergreift und die Sicherheit im Stadion oberste Priorität hat.
Keine Zuschauer-Ausschluss für das Halbfinale
Die Bayern-Fans können jedoch aufatmen. Für das Rückspiel im Halbfinale der Champions League gegen Paris Saint-Germain, das in der Allianz Arena stattfinden wird, gibt es keinen Ausschluss der Fans. Diese Entscheidung kommt nach den Befürchtungen, dass die gesamte Südtribüne, einschließlich der Ultra-Kurve, gesperrt werden könnte. Die Bewährungsauflage, die die UEFA im Dezember 2025 aussprach, greift in diesem Fall nicht, da die Tumult-Szenen isoliert betrachtet wurden und nicht mit den vorherigen Pyro-Vergehen der Ultras in Verbindung stehen.
Entschuldigung des Sportdirektors
Bei den Tumult-Szenen kurz vor dem Ende des Spiels kam es zu einem gefährlichen Vorfall, als einige Ultras in den Innenraum sprangen und dabei Fotografen, darunter den Agentur-Fotografen Kai Pfaffenbach, verletzten. Pfaffenbach wurde sogar bewusstlos getrampelt. Sportdirektor Christoph Freund äußerte sich nach den Vorfällen und entschuldigte sich: „Es waren natürlich außergewöhnliche Emotionen im Spiel. Es war Chaos und das tut uns auch leid. Dass da Journalisten verletzt wurden, das darf nie passieren! Das gehört auch nicht ins Stadion.“ Die Polizei hat bereits Ermittlungen gegen die Ultras eingeleitet, während die UEFA ebenfalls eine Untersuchung durchführt. Die Bayern müssen nun auf die kommenden Spiele fokussieren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Sicherheit aller Anwesenden im Stadion gewährleistet wird.
