Capri kämpft gegen aufdringliche Touristenwerbung mit neuen Regeln
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Capri kämpft gegen aufdringliche Touristenwerbung mit neuen Regeln

Capri kämpft gegen aufdringliche Touristenwerbung mit neuen Regeln

Die Initiative gegen Belästigung

Die italienische Insel Capri ergreift Maßnahmen gegen aufdringliche Werbung, die Urlauber beim Flanieren stört. Viele Touristen berichten von unangenehmen Begegnungen mit Personen, die versuchen, sie in Restaurants zu locken oder ihnen ungefragt Flyer zu überreichen. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, hat die Inselverwaltung eine neue „Anti-Belästigungs-Verordnung“ erlassen. Diese Regelung sieht Geldstrafen zwischen 25 und 500 Euro vor, wenn Urlauber ohne vorherige Zustimmung angesprochen werden.

Hintergrund der neuen Regelung

Die Entscheidung für diese Maßnahme ist eine Reaktion auf den boomenden Massentourismus auf Capri. Die Insel, die zu den bekanntesten Urlaubszielen Italiens zählt, zieht täglich Tausende von Besuchern an. Die neue Verordnung zielt darauf ab, den Druck auf die Touristen zu reduzieren und ein angenehmes Ambiente zu schaffen. In der Verordnung wird explizit darauf hingewiesen, dass Anbieter von touristischen Dienstleistungen es zukünftig unterlassen müssen, Kunden aufdringlich und hartnäckig zu akquirieren.

Weitere Einschränkungen für Touristen

Zusätzlich zur Anti-Belästigungs-Verordnung plant die Verwaltung weitere Maßnahmen, um das Besuchererlebnis zu verbessern. Ab der kommenden Sommersaison dürfen geführte Gruppen nur noch aus maximal 40 Personen bestehen. Dies betrifft insbesondere Reisegruppen von Bussen und Kreuzfahrtschiffen. Um die Kommunikation zwischen Reiseleitern und ihren Gruppen zu optimieren, müssen diese bei mehr als 20 Personen drahtlose Headsets verwenden. Zudem sind auffällige Erkennungszeichen wie Fahnen oder Regenschirme in der Öffentlichkeit zukünftig untersagt. Die neuen Regeln auf Capri spiegeln ein wachsendes Bewusstsein für die Herausforderungen des Massentourismus wider und könnten als Vorbild für andere touristische Hotspots in Italien dienen, die ebenfalls mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.