Cottbuser Drama: Ein Sieg in der Schlussminute
Energie Cottbus feierte am vergangenen Spieltag einen dramatischen 2:1-Sieg gegen den SV Wehen Wiesbaden, der in der letzten Minute durch ein fantastisches Tor von Tolga Cigerci entschieden wurde. Der erfahrene Spieler, der als Joker eingewechselt wurde, zeigte einmal mehr, dass er in entscheidenden Momenten zur Stelle ist, auch wenn sein Bruder und Toptorjäger Tolcay Cigerci aufgrund einer Gelbsperre nicht auf dem Platz stehen konnte.
Tolga Cigerci: Vom Ersatzspieler zum Matchwinner
Der 34-jährige Tolga Cigerci, der erst im Winter nach Cottbus kam, hatte in dieser Saison mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und kam meist nur zu Kurzeinsätzen. Doch in der 89. Minute war es endlich so weit: Nach einem präzisen Zuspiel von außen fasste er sich ein Herz und zog aus 25 Metern ab. Der Ball fand den Weg ins Netz und sorgte für ein explodierendes Stadion. „Ich dachte mir: Jetzt oder nie. Das war so schön wie im Film“, schilderte Cigerci seine Gefühlslage nach dem Tor.
Trainer-Lob für den Joker
Trainer Claus-Dieter Wollitz zeigte sich nach dem Spiel über den Last-Minute-Held begeistert: „Man hat gesehen, dass wir nach fünf Minuten komplett die Kontrolle verloren haben. Und dann kommt so ein Cigerci, bringt Struktur rein und macht dieses Tor.“ Wollitz hob insbesondere die außergewöhnliche Menschlichkeit und Teamfähigkeit von Tolga Cigerci hervor, die in der heutigen Fußballwelt nicht selbstverständlich sind.
Blick in die Zukunft: Cottbus auf Kurs
Mit diesem wichtigen Sieg hat Energie Cottbus seinen Vorsprung auf den Verfolger Duisburg auf zwei Punkte ausgebaut. Nun wartet am Samstag, um 13:30 Uhr (live auf MagentaTV), das nächste wichtige Spiel gegen Regensburg. Cottbus hat es selbst in der Hand, den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu sichern, und Tolga Cigerci hat bewiesen, dass er auch in kritischen Situationen der Mannschaft helfen kann.
