DFB unter Druck: Ex-Nationalspieler Ramelow fordert Reform der Regionalligen
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DFB unter Druck: Ex-Nationalspieler Ramelow fordert Reform der Regionalligen

DFB unter Druck: Ex-Nationalspieler Ramelow fordert Reform der Regionalligen
Quelle: www.bild.de

Der Druck auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wächst zunehmend, während die Diskussion um eine Reform der Regionalligen an Fahrt aufnimmt. Carsten Ramelow, ehemaliger Nationalspieler und Vize-Weltmeister von 2002, hat sich als Präsident der Spielergewerkschaft VDV (Vereinigung der Vertragsfußballspieler) klar positioniert und macht unmissverständlich auf Missstände aufmerksam.

Aufstiegsrecht für Meister gefordert

In einer aktuellen Pressemitteilung fordert Ramelow eine grundlegende Änderung im Aufstiegsprozess der Regionalligen. „Es darf nicht sein, dass einzelne Meister am Saisonende noch Relegationsspiele bestreiten müssen“, so seine klare Ansage. Der Druck auf den DFB, eine Lösung zu finden, wird durch seine Forderungen nur verstärkt.

Kritik an der DFB-Vermarktung

Ramelow spricht von einer „umfassenden Neuausrichtung der Regionalligen“ und kritisiert die aktuelle Vermarktung und Lizenzierung. Die Spielergewerkschaft sieht sich häufig mit zahlungsunfähigen oder zahlungsunwilligen Klubs konfrontiert, was die Situation für die Spieler prekär macht. Verstöße gegen Arbeitsrechte und -gesetze seien an der Tagesordnung, so Ramelow weiter.

Finanzielle Missstände aufgedeckt

Wie bereits durch eine ARD-Dokumentation ans Licht kam, gibt es im Amateurfußball, insbesondere in der Regionalliga West, Probleme mit schwarzen Kassen und unregelmäßigen Zahlungsabläufen. Dies führte dazu, dass in der vergangenen Saison drei Vereine aufgrund finanzieller Engpässe aus dem Wettbewerb ausschieden.

Blockade durch Regionalverbände

Trotz der Reformpläne des DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf, die eine Reduzierung der fünf Regionalligen auf vier und einheitliche Zulassungskriterien vorsieht, gibt es Widerstand. Die Präsidenten der Regionalverbände, darunter Peter Frymuth und Dr. Christoph Kern, blockieren den Konsens, der von vielen Fans und Vereinen unterstützt wird. Besonders der bayerische Verband zeigt sich unnachgiebig.

Doping und Manipulation als ungelöste Themen

Ramelow hebt zudem hervor, dass die Präventionsmaßnahmen gegen Doping und Spielmanipulation in den Regionalligen „stark zu wünschen übrig lassen“. Diese Problematik wird durch die mangelnde Einbindung der Spieler in die Reformen weiter verschärft. „Der DFB hat die VDV bei seinen Planungen nicht einbezogen, was nicht unseren Vorstellungen von sozialpartnerschaftlichem Dialog entspricht“, kritisiert er.

Solidargemeinschaft fordert Veränderungen

Eine Gruppe von 70 Vereinen in der Klub-Initiative „Aufstiegsreform“ hat sich zusammengeschlossen, um Gehör beim DFB zu finden. Die Unterstützung für die Reform nimmt zu, während auch prominente Persönlichkeiten wie Sportwissenschaftler und ehemalige Trainer sich für eine neue Liga-Struktur einsetzen. Die Situation wird für den DFB immer drängender, während die Spieler und Vereine auf Veränderungen hoffen.