Die dramatische Lage des FC Erzgebirge Aue Bereits am vergangenen Sonntag hätte der Abstieg des FC Erzgebirge Aue rechnerisch besiegelt werden können. Doch durch die Niederlage des 1. FC Saarbrücken beim TSV Havelse erhielten die Veilchen eine Gnadenfrist. Am kommenden Sonntag könnte nun das endgültige Aus drohen.
Klassenerhalt in greifbarer Nähe?
Die Ausgangslage für Aue ist klar: Sollte der 1. FC Saarbrücken am Samstag gegen 1860 München punkten, wäre eine Niederlage der Veilchen gegen den VfB Stuttgart II (Sonntag, 16:30 Uhr) fatal. Bei einem Punktestand von 13 Zählern Rückstand auf das rettende Ufer könnte der Abstieg nicht mehr abzuwenden sein. Sogar ein Remis würde nicht ausreichen, falls Saarbrücken alle drei Punkte einfahren kann. Gewinnen beide Teams, bleibt Aue nur die Hoffnung auf eine Wunder-Tordifferenz in den letzten vier Partien.
Trainer Shubitidze bleibt fokussiert
Trotz der kritischen Situation möchte Trainer Khvicha Shubitidze den Blick nicht auf das bevorstehende Landespokal-Halbfinale gegen Chemnitz lenken. "Wenn wir jetzt über Chemnitz nachdenken, dann brauchen wir nicht nach Stuttgart zu fahren", betonte der 51-Jährige in der Pressekonferenz. Daher ist auch keine Belastungssteuerung für das Spiel gegen Stuttgart geplant. Shubitidze möchte ein "ordentliches Spiel" abliefern und mit drei Punkten zurückkehren.
Verletzungen belasten die Veilchen
Neben den Langzeitverletzten wird auch Pascal Fallmann, der sich beim Abschlusstraining gegen Verl verletzte, nicht zur Verfügung stehen. Im Training der Woche lag der Fokus auf Ballbesitz und Offensivspiel, da dies zuletzt zu wünschen übrig ließ. Shubitidze ist jedoch optimistisch, dass die Mannschaft, die im Training "voll mitzieht", etwas Zählbares mitnehmen kann. Trotz der ersten Punkte nach einer langen Durststrecke von acht Niederlagen in Folge, scheint der Abstieg dennoch unausweichlich.