Was für ein Finish! Im späten Samstagsspiel zwischen dem SSV Ulm und dem TSV Havelse war die Spannung bis zur letzten Sekunde greifbar. Lange Zeit sah es so aus, als würden beide Mannschaften im Abstiegskampf wertvolle Punkte verlieren. Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit sorgte Mazagg mit seinem späten Treffer für einen emotionalen Jubel im Donaustadion. Während der SSV Ulm seine Chancen auf den Klassenerhalt am Leben hält, könnte es für Havelse nun eng werden.
Ulm nutzt die Anfangsphase nicht
Im Kellerduell war klar: Nur der Sieger konnte den Kampf um den Klassenerhalt fortsetzen. SSV-Coach Pavel Dotchev reagierte auf die schmerzhafte 1:5-Niederlage in Rostock und nahm zwei Wechsel in der Startelf vor. Für Seeger und Löder durften Vukancic und Chessa von Beginn an ran. Auch Samir Ferchichi setzte auf frische Kräfte und brachte Kolgeci und Aytun für Plume und Sommer. Die ersten Minuten des Spiels waren geprägt von intensiven Zweikämpfen und einigen Torchancen. Bereits nach zehn Sekunden musste der Schiedsrichter das erste Foul notieren. Berger versuchte gleich nach zwei Minuten, den ersten Abschluss zu erzielen, doch SSV-Keeper Ortag zeigte sein Können. Das Chancenplus lag zunächst bei den Spatzen, doch die Abschlüsse von Röser und Kölle blieben ohne Erfolg. Bis zur Pause konnten beide Teams keine weiteren nennenswerten Chancen kreieren.
Mazagg lässt das Donaustadion beben
Die zweite Halbzeit begann mit einem Aufreger, als Kölle im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf kein Foul. Havelse zeigte sich mutiger und versuchte, Druck auszuüben. Ein Abseitstor von Löder sorgte für Aufregung, doch das Tor zählte nicht. Ulm steigerte sich und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten, doch Röser konnte den Ball nicht im Tor unterbringen. Die entscheidende Wendung kam schließlich in der Nachspielzeit, als Mazagg mit seinem Treffer das Donaustadion zum Beben brachte. Er drückte die Kugel über die Linie und sicherte Ulm drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.
Havelse in der Krise
Während Ulm jubeln durfte, sieht die Lage für Havelse düster aus. Mit diesem späten Gegentor scheinen die Hoffnungen auf den Klassenerhalt stark zu schwinden. Der TSV muss nun dringend an seiner Form arbeiten, um nicht endgültig im Tabellenkeller zu versinken. Insgesamt bleibt die Liga spannend, und das nächste Aufeinandertreffen wird für beide Teams entscheidend sein. Der SSV Ulm hat mit diesem Sieg einen kleinen Lichtblick im Abstiegskampf gesetzt.