Am Freitag trifft der 1. FC Kaiserslautern auf Holstein Kiel und strebt den dritten Sieg hintereinander an. Die Ausgangslage scheint aus tabellarischer Sicht klar zu sein, jedoch möchte FCK-Cheftrainer Thorsten Lieberknecht dies nicht als Maßstab heranziehen.
Rechenspiele sind nicht entscheidend
Aktuell stehen noch fünf Spiele in der Saison bevor. Ein theoretischer Sieg in all diesen Partien könnte dem 1. FC Kaiserslautern bis zu 61 Punkte bescheren – eine Punktzahl, die möglicherweise für den Aufstieg ausreichen könnte. Die Fans diskutieren rege in verschiedenen Foren über solche Rechenspiele, doch Lieberknecht zeigt sich unbeeindruckt: „Braunschweig musste mal mit 66 Punkten in die Relegation. Für mich zählt nur das nächste Spiel.“ Diese Einstellung verdeutlicht seine Fokussierung auf die kommenden Herausforderungen und die Wichtigkeit, von Spiel zu Spiel zu denken.
Taktische Überlegungen und personelle Ausfälle
Für das anstehende Duell gegen Kiel bleibt offen, ob der FCK erneut mit einer Viererkette antreten wird. Diese Formation brachte zuletzt gegen Hertha BSC positive Ergebnisse. Lieberknecht betont jedoch, dass es sich nicht um ein Experiment handelt: „Wir wollten einfach die Chance erhöhen, das Spiel zu gewinnen.“ Er erkennt die Luxussituation an, in der man auch taktische Anpassungen vornehmen kann, bleibt jedoch klar in seiner Verpflichtung, jedes Spiel zu gewinnen. Hinsichtlich der Kaderplanung muss der Trainer weiterhin auf Ivan Prtajin verzichten. Auch Erik Wekesser wird aufgrund eines grippalen Infekts fehlen, während Erik Müller individuell trainiert. Zudem wird Enis Kamga nicht mitreisen, da er für die U21 benötigt wird. Lieberknecht erklärt: „Ich möchte meinem Trainerkollegen die bestmögliche Mannschaft zur Verfügung stellen. Es ist auch der Wunsch des Vereins, dass die U21 in die Regionalliga aufsteigt.“ Das U21-Team unter der Leitung von Alexander Bugera belegt aktuell den zweiten Platz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und hat gute Chancen auf den Aufstieg.
Kiel als ernstzunehmender Gegner
Im bevorstehenden Spiel erwartet Lieberknecht mit Holstein Kiel einen intensiven Gegner. Er beschreibt die Partie als ein physisches Duell und warnt davor, die Störche nur nach ihrem Tabellenplatz zu beurteilen: „Wir dürfen nicht vergessen, dass sie immer noch ein Erstligaabsteiger sind. Ihr aktueller Stand zeigt nur, wie hart umkämpft die 2. Liga ist.“ Diese Einschätzung verdeutlicht, dass der FCK gewarnt sein muss und die Partie gegen Kiel ernst nehmen sollte, um den angestrebten Sieg zu sichern.