Schmerzhafter Schnitt für Fortuna Düsseldorf
Der Abstieg in die 3. Liga hat für Fortuna Düsseldorf gravierende Folgen. 67 Mitarbeiter der Geschäftsstelle haben ihre Jobs verloren, was fast 60 Prozent der gesamten Belegschaft ausmacht. Vorstandsvorsitzender Alexander Jobst zeigt sich betroffen: „Es tut mir und uns vom Herzen leid, dass wir diesen Schnitt machen müssen, um den Verein zu erhalten.“ Die Auswirkungen des sportlichen Misserfolgs sind damit auch im administrativen Bereich spürbar, und ganze Abteilungen werden aufgelöst.
Jobst zeigt sich solidarisch
Inmitten dieser schwierigen Situation hat Jobst angekündigt, auf einen großen Teil seines Gehaltes zu verzichten. Er möchte aktiv dazu beitragen, den Verein aus der Krise zu führen. Bei der Vorstellung des neuen Managers Samir Arabi erklärt Jobst: „Diesen Prozess müssen wir vornehmen, und zu seiner Umsetzung ist der Verein sogar verpflichtet.“ Die Personalkosten sollen drastisch von 7 auf 3 Millionen Euro gesenkt werden, um den finanziellen Spielraum zu verbessern.
Rechtliche Schritte der Entlassenen
Die Reaktionen auf die Entlassungen sind besorgniserregend. Viele der betroffenen Mitarbeiter möchten die Kündigungen nicht einfach akzeptieren und planen, gerichtlich dagegen vorzugehen. Eine Anwaltskanzlei wurde bereits eingeschaltet, um die rechtlichen Angelegenheiten zu klären. Ein ehemaliger Mitarbeiter, der über viele Jahre für den Verein gearbeitet hat, äußert sich betroffen: „Das kann ich so nicht hinnehmen.“ Für viele stehen nicht mehr die Rückkehr zum Verein im Vordergrund, sondern die Hoffnung auf eine angemessene Abfindung.
Verantwortung für den Abstieg
Jobst betont, dass die entlassenen Mitarbeiter nichts für den Abstieg können und sich stets bemüht haben, diesen zu vermeiden. Die Verantwortung liege jedoch auch auf den sportlichen Akteuren, die auf dem Platz standen. Die Situation bei Fortuna Düsseldorf zeigt, wie sportliche Misserfolge weitreichende Konsequenzen haben können und sowohl die sportliche als auch die administrative Struktur des Vereins auf die Probe gestellt wird.
