Fortuna Düsseldorf in der Krise: Ein Verein im Würgegriff des Aufsichtsrats

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Creed Journalist
Fortuna Düsseldorf in der Krise: Ein Verein im Würgegriff des Aufsichtsrats

Ein desolater Zustand im Verein

Samir Arabi (47) hat sich einer gewaltigen Herausforderung gestellt, als er die Leitung von Fortuna Düsseldorf übernahm. Von außen ist der desolate Zustand des Vereins offensichtlich, doch die wahre Tragweite der Probleme offenbart sich erst, wenn man tief im Inneren des Klubs steckt. Toxische Kräfte an der Spitze scheinen die Situation zusätzlich zu verschärfen.

Ein erdrückendes Erbe

Arabi wird eindrucksvoll vor Augen geführt, warum seine Vorgänger, Klaus Allofs (69) und Sven Mislintat (53), so große Schwierigkeiten mit dem Aufsichtsrat hatten. Dieser ist mittlerweile dafür bekannt, unrealistische Versprechen zu machen, die nicht umgesetzt werden. Ein Beispiel hierfür ist der gescheiterte Versuch von Mislintat, eine Direktoren-Ebene zu etablieren. Aufgrund des Stillstands musste er nahezu alleine im sportlichen Bereich arbeiten – eine Herausforderung, vor der jetzt auch Arabi steht. War er sich der Dimension dieser Aufgabe bewusst, als er seinen Job antrat?

Leere Versprechen aus dem Kontrollgremium

Besonders problematisch ist die Kommunikation des Aufsichtsrats, wie die jüngste Ankündigung von AR-Chef Björn Borgerding (44) zeigt. Er versprach eine frühzeitige Mitgliederversammlung, die jedoch in der Realität nicht umsetzbar ist. Diese falschen Versprechen überrumpeln nicht nur die anderen Vereinsbosse, sondern hinterlassen auch bei den Fans einen bitteren Nachgeschmack. Die notwendige Vorbereitungszeit für eine ordentliche Versammlung ist schlichtweg nicht vorhanden. Stattdessen müssen die Mitglieder bis zu den bereits geplanten Foren warten, während die Probleme des Vereins weiterhin ungelöst bleiben.

Ein Aufsichtsrat im Chaos

Die Unstimmigkeiten innerhalb des Aufsichtsrats sind ein weiteres großes Problem. Aktuell sorgt die Kritik an Mislintat für zusätzlichen Zündstoff, während die Verantwortlichen des Kontrollgremiums sich vor der eigenen Verantwortung drücken. Fragen wie „Was kontrolliert das Kontrollgremium eigentlich?“ und „Ist es eher ein 'Außer-Kontrolle-Gremium'?“ stehen im Raum. Die interne Zerstrittenheit hindert den Verein daran, eine klare Richtung einzuschlagen.

Der Weg zur Besserung?

Die wiederholt geäußerten Forderungen nach einer strukturellen Änderung im Verein sind nach wie vor aktuell. Die schlechten Entscheidungen, die mangelhafte Fehlerkultur und das menschlich bedenkliche Verhalten innerhalb des Gremiums machen es nahezu unmöglich, dass Fortuna Düsseldorf in naher Zukunft erfolgreich sein kann. Der Verein braucht dringend einen klaren Kurswechsel, um aus der aktuellen Krise herauszukommen.