Niederlage im Abstiegs-Endspiel in Fürth
Die Hoffnung der Fortuna Düsseldorf, das Schicksal im vorletzten Spiel noch wenden zu können, hat sich in Luft aufgelöst. Mit einer deutlichen 0:3-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth steht der Verein als zweiter Absteiger fest und kehrt nach 17 Jahren wieder in die Drittklassigkeit zurück. Trotz der lautstarken Unterstützung ihrer Anhänger, die den Verein bis zum Schluss begleiteten, versagten die Nerven im entscheidenden Spiel.
Ein Trainer mit doppeltem Abstieg
Die Situation für Trainer Alexander Ende ist besonders bitter. Der 46-Jährige, der erst vor kurzem bei Preußen Münster in der Verantwortung stand, muss nun gleich zwei Abstiege verkraften. Nach einem kurzen Intermezzo bei Fortuna, wo er in nur fünf Spielen auf der Bank saß, steht er nun vor der Herausforderung, den Verein wieder auf Kurs zu bringen. Die Enttäuschung über den verpassten Klassenerhalt ist groß, und man fragt sich, wie es so weit kommen konnte.
Fehler aus der Vergangenheit
Die Wurzeln des sportlichen Misserfolgs reichen weit zurück und liegen bereits im vergangenen Sommer. Der Verlust mehrerer Schlüsselspieler wie André Hoffmann und Jamil Siebert konnte nicht ausreichend kompensiert werden. Der ehemalige Sportvorstand Klaus Allofs räumte ein, dass der Transfersommer katastrophal verlaufen sei und dies einen erheblichen Einfluss auf die Saison hatte. Diese Fehler wurden nun bitter bestraft, nicht zuletzt durch die schwache Offensive, die mit nur 33 Toren den schlechtesten Angriff der Liga stellte.
Die Zukunft in der 3. Liga
Mit dem Abstieg in die 3. Liga beginnt für Fortuna Düsseldorf eine neue, aber herausfordernde Ära. Ein Großteil des aktuellen Kaders hat keinen Vertrag für die dritthöchste Liga und wird den Verein vermutlich verlassen müssen. Die Aufräumarbeiten stehen an, und Sportvorstand Sven Mislintat ist gefordert, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen, um den Wiederaufstieg zu schaffen. Die Fans hoffen auf eine Rückkehr in die Oberklasse, doch die kommenden Monate werden entscheidend für die Neuausrichtung des Traditionsvereins sein.
