Abstiegsschmerz und Neuanfang
Der Abstieg aus der zweiten Liga bedeutet für viele Vereine im Profi-Fußball einen tiefen Einschnitt, und Fortuna Düsseldorf ist da keine Ausnahme. Nach dem dritten Abstieg in die Drittklassigkeit steht der Traditionsverein vor enormen Herausforderungen, die sich in drastischen Einsparungen und einem grundlegenden Umstrukturierungsprozess niederschlagen.
Dringende Einsparungen notwendig
Um die finanziellen Mittel zu optimieren, hat Fortuna Düsseldorf bereits 67 Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle gekündigt. Damit sollen die Personalkosten von 7 auf 3 Millionen Euro gesenkt werden. Ein weiterer herber Rückschlag sind die TV-Gelder, die von rund 16 Millionen Euro in der 2. Liga auf nur noch 1,8 Millionen Euro in der 3. Liga fallen. Samir Arabi, der neue Manager, hat klargestellt, dass Notverkäufe unumgänglich sind, um den Verein finanziell neu aufzustellen.
Kaderveränderungen und Abgänge
Aktuell besteht der Kader von Fortuna Düsseldorf lediglich aus 11 Profis, wobei der Wechsel von Jorrit Hendrix aus Münster noch aussteht. Auch die Spieler Satoshi Tanaka und Elias Egouli könnten den Verein verlassen, da in ihren Verträgen Ablösesummen von jeweils 1 Million Euro festgelegt sind. Sima Suso könnte sogar für eine frei verhandelbare Ablöse gehen. Der Kader muss dringend verjüngt und neu strukturiert werden, um die Voraussetzungen für eine Rückkehr in die oberen Ligen zu schaffen.
Budgetplanung für die Zukunft
In einer Pressekonferenz vor zehn Tagen erläuterte Vorstandsboss Alexander Jobst, dass Fortuna Düsseldorf ein Budget zwischen 6 und 9 Millionen Euro anstrebt. Für den Lizenzierungsantrag an den DFB wurde jedoch eine konkrete Zahl von 6 Millionen Euro eingereicht. Trotz der finanziellen Turbulenzen hat der Verein die Lizenz für beide Ligen erhalten, allerdings gibt es Auflagen, die noch erfüllt werden müssen. Jobst äußerte, dass das Ziel sei, ein Budget zu erreichen, das unter den Top 5 der 3. Liga liegt. Der Weg zurück in die 2. Liga wird für Fortuna Düsseldorf hart und steinig sein, doch der Verein ist entschlossen, die nötigen Schritte zu gehen, um bald wieder in höheren Ligen zu spielen.
