Fortunas neuer Sportvorstand steht vor großen Aufgaben
Mit der Verpflichtung von Sami Arabi (47) als neuem Sportvorstand hat Fortuna Düsseldorf einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung nach dem Abstieg in die 3. Liga gemacht. Arabi ist bereits der dritte Sportvorstand, der in diesem Jahr die Geschicke des Vereins leitet, nachdem Klaus Allofs und Sven Mislintat die Position ebenfalls inne hatten. Die Herausforderungen, die Arabi nun bewältigen muss, sind enorm, denn der Verein befindet sich in einer kritischen Phase und hat erst zehn Spieler unter Vertrag.
Dringender Handlungsbedarf bei Kaderplanung
Um den Kader für die kommende Saison zu stärken, reiste Arabi direkt nach Mallorca, um mit Trainer Alexander Ende (46) und Kapitän Florian Kastenmeier (28) Gespräche zu führen. Diese Gespräche sind entscheidend, da der Vertrag von Kastenmeier ausgelaufen ist und das Interesse anderer Clubs, darunter Bremen und Hannover, bekannt ist. Arabi betont: „Es ist ein Abwägungsprozess. Für beide Seiten müssen wir zeitnah eine Entscheidung treffen. Er kann ein wichtiger Baustein für den Neuaufbau sein.“
Finanzielle Herausforderungen hemmen Entscheidungen
Allerdings stehen dem Verein auch finanzielle Hürden im Weg. Kastenmeier war zuletzt mit rund 700.000 Euro der Spitzenverdiener, doch in der 3. Liga ist ein derartiges Gehalt nicht mehr realisierbar. Mislintat hatte ihm zuletzt 80 Prozent seines früheren Gehalts angeboten, was für den Verein nicht tragbar ist. Zudem ist der neue Etat für den Sportbereich noch nicht festgelegt. Fortuna-Boss Alexander Jobst (52) gibt an, dass an diesem Thema mit Hochdruck gearbeitet wird, wobei der neue Etat zwischen 6 und 9 Millionen Euro liegen soll – ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den rund 19 Millionen Euro in der 2. Liga.
Zukunftsorientierte Kaderplanung unter Arabi
Ein weiterer Spieler, der auf der Agenda von Arabi steht, ist Jorit Hendrix (31). Der niederländische Spieler könnte als Führungspersönlichkeit zurück nach Düsseldorf geholt werden. Trainer Ende hat bereits positive Erfahrungen mit Hendrix in Münster gemacht und sieht in ihm einen wichtigen Teil des neuen Kaders. Arabi äußert sich zurückhaltend zu diesem Thema und betont, dass in der Kaderzusammenstellung jeder eigene Ideen hat und er keine spezifischen Namen kommentieren möchte. Fortuna Düsseldorf steht somit vor einer entscheidenden Phase, in der der neue Sportvorstand Sami Arabi gefordert ist, die Weichen für einen erfolgreichen Neuanfang zu stellen.
