Im jüngsten Testspiel gegen den Drittliga-Spitzenreiter VfL Osnabrück erkämpfte sich Borussia Mönchengladbach ein 2:2-Unentschieden. Die rund 700 mitgereisten Fans sahen im Stadion an der „Bremer Brücke“ eine stark veränderte Gladbacher Mannschaft, die mit vielen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs auflief. Lediglich zwei Spieler aus der Startelf, Kevin Stöger und Yannick Engelhardt, waren zuvor im Derby gegen Köln aktiv.
Personalsorgen und eine Not-Elf
Gladbach musste auf gleich elf Nationalspieler verzichten, die sich auf Länderspielreise befinden. Zudem waren die zuletzt verletzten Nathan Ngoumou und Robin Hack noch nicht einsatzbereit. Trainer Eugen Polanski entschied sich außerdem, auf einige weitere Profis wie Rocco Reitz, Philipp Sander und Franck Honorat aus Gründen der Belastungssteuerung zu verzichten, was die Situation weiter verschärfte.
Ein holpriger Start für die Fohlen
Der Test begann für Gladbach alles andere als optimal. Nach nur 23 Minuten unterlief Torhüter Tobias Sippel ein schwerer Patzer, als er nach einem Rückpass am Ball vorbeitrat. Glücklicherweise rollte das Spielgerät ins Toraus. Kurz darauf fiel jedoch das 1:0 für die Gastgeber: Janotta traf nach einer Ecke (28.). In der Folge musste Sippel verletzungsbedingt das Feld verlassen, nachdem er zuvor einen Angreifer stark gebremst hatte. Florian Dimmer übernahm das Tor, sah jedoch zwei Minuten später das 2:0 für Osnabrück durch Ajdimi (38.).
Kampfgeist zeigt Wirkung
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte Gladbach die erste nennenswerte Chance, als Yassir Atty einen Elfmeter vergab. Marvin Friedrich scheiterte mit einem Kopfball, den der Osnabrücker Torhüter Sauter über die Latte lenkte. Nach der Pause kam Gladbach besser ins Spiel und der pfeilschnelle Wael Mohya erzielte den Anschlusstreffer. In der 83. Minute brachte Veit Stange die Fohlen schließlich zum 2:2 zurück ins Spiel und sicherte dem Team ein leistungsgerechtes Unentschieden.
Blick nach vorn
Nach diesem intensiven Testspiel steht für Gladbach das nächste Bundesliga-Duell gegen das Schlusslicht Heidenheim an, bei dem das Team wieder auf die volle Kapelle zurückgreifen kann. Die Vorfreude auf die Rückkehr der Nationalspieler und verletzten Akteure ist groß – die Fohlen sind bereit, sich wieder voll ins Rennen um Punkte zu stürzen!