Lange Durststrecke im Halbfinale
Im Halbfinale des Landespokals von Mecklenburg-Vorpommern hatte der F.C. Hansa Rostock lange Zeit zu kämpfen. Gegen den Greifswalder FC fiel die Entscheidung erst in der Nachspielzeit, als Routinier Andreas Voglsammer mit einem Kopfballtreffer die Kogge zum 1:0-Sieg und damit ins Finale brachte. Diese späte Erlösung war für die Rostocker besonders wichtig, nachdem sie zuvor eine enttäuschende Niederlage in der Liga zu verkraften hatten.
Defensive Dominanz prägt das Spiel
Die Partie begann eher schleppend, da beide Teams zunächst defensiv ausgerichtet waren. Greifswald, unter der Leitung von Björn Lipfert, schickte eine stark veränderte Mannschaft ins Rennen, um gegen den Drittligisten Hansa zu bestehen. Auch Hansa-Trainer Daniel Brinkmann nahm nach der 2:5-Pleite gegen Jahn Regensburg einige Änderungen vor. In der ersten Halbzeit blieben Torchancen Mangelware, und das 0:0 zur Pause war eine logische Konsequenz aus dem eher tristen Spielverlauf.
Wendepunkt in der zweiten Halbzeit
Im zweiten Durchgang zeigte Greifswald mehr Offensivdrang. Mit guten Abschlüssen von Strietzel und Benyamina setzten sie Hansa-Keeper Uphoff unter Druck. Rostock hingegen fand nicht die nötige Durchschlagskraft, um den gut organisierten Gegner ernsthaft zu gefährden. Trotz mehrerer Wechsel und der Einbringung erfahrener Spieler blieb der FCH in der Offensive blass und konnte sich nur durch einen misslungenen Rückpass der Greifswalder gefährlich zeigen.
Voglsammer bringt die Entscheidung
Als sich das Spiel bereits der Verlängerung näherte, bewies Hansa einmal mehr, dass sie auch in Drucksituationen entscheidend zuschlagen können. In der ersten Minute der Nachspielzeit war es Andreas Voglsammer, der nach einer präzisen Flanke von Krauß per Kopf den entscheidenden Treffer erzielte. Dieser späte Lucky Punch sicherte Rostock den Einzug ins Finale, wo sie nun auf einen weiteren starken Gegner treffen werden. Am kommenden Samstag steht für die Kogge ein herausforderndes Auswärtsspiel in Aachen an, bei dem sie die positive Energie aus diesem Pokalerfolg mitnehmen wollen.
