Jetzt geht's um die Wurst:
RWE II auf Aufstiegskurs!
Ein Derby, das Herzen höher schlagen lässt
Die Stadionluft pulsierte, als Essen II im Essener Derby gegen Fatihspor antrat. Die Fans waren voller Hoffnung und Vorfreude auf den nächsten Schritt in Richtung Aufstieg. Trotz eines holprigen Starts legte die Mannschaft von Trainer Stefan Lorenz einen weiteren beeindruckenden 3:0-Sieg hin – und das, obwohl es lange Zeit nicht nach einem Schützenfest aussah. Die Hafenstraße bebte erst in der zweiten Halbzeit, als die Rothosen schließlich aufdrehten.
Erste Hälfte als Geduldsspiel
Die erste Halbzeit war alles andere als eine Offenbarung für die Rot-Weissen. „Wir haben uns schwergetan“, räumte Lorenz nach dem Spiel ein. Fatihspor verteidigte diszipliniert und versuchte, mit eigenen Nadelstichen für Gefahr zu sorgen. Auf beiden Seiten gab es Chancen, jedoch wurden diese nicht konsequent genug genutzt. Ein torloses Unentschieden zur Pause, das eher dem Nervenkitzel als der Befriedigung diente.
Der Siegeswille bricht durch
Nach dem Seitenwechsel war der Wille der RWE-Jungs zu spüren. „In der Halbzeit wurde es etwas lauter“, schilderte Lorenz. Die Worte des Trainers schienen gefruchtet zu haben, denn nach nur zehn Minuten war es Marcel Platzek, der eine präzise Flanke von Förster ins Netz köpfte und die Fans jubeln ließ. „Jetzt geht's los!“, schallte es durch die Reihen der Essener, als die Hoffnung auf den Aufstieg konkret wurde.
Ein Abend der Joker
Die Partie blieb eng, da Fatihspor sich nicht aufgab. Der Pfosten verhinderte einen möglichen Ausgleich, als Kaan Karakus aus der Distanz verzweifelt auf das Tor zielte. Doch das RWE-Finish war gnadenlos. Platzek schnürte seinen Doppelpack, nachdem der eingewechselte Randy Atanga die Grundlage legte. In der Nachspielzeit machte Hamid Kuka den Deckel mit dem 3:0 drauf – ein Erlebnis, das die Fans noch lange nach dem Schlusspfiff in den Bann ziehen sollte.
Auf in die „Wochen der Wahrheit“
„Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit“, betonte Lorenz mit Blick auf die kommenden Spiele. Mit einer Bilanz von sieben Siegen und nur zwei Gegentoren in 2026 zeigt RWE II eindrucksvoll, dass sie bereit sind für den Aufstieg in die Landesliga. Die Konkurrenz wird aufhorchen, denn die Rothosen sind hungrig und wollen nicht auf die Bremsen treten.
Der nächste Spieltag gegen Königshardt wird entscheidend sein und könnte das Zünglein an der Waage im Aufstiegskampf werden. Die Fans sind bereit, ihren Verein lautstark zu unterstützen – auf dass die Hafenstraße auch weiterhin bebt!