In der dritten Liga sorgte ein umstrittenes Tor für große Diskussionen und viel Frust. Beim spannenden Spiel zwischen Waldhof Mannheim und Erzgebirge Aue fiel der entscheidende Treffer in der letzten Minute. Terrence Boyd setzte den Ball aus spitzem Winkel auf das Aue-Tor, doch Torwart Martin Männel lenkte das Leder an die Latte, wo es anschließend auf die Torlinie prallte. Zu groß war das Missverständnis, als Schiedsrichter Timon Schulz nach kurzer Überlegung auf Tor entschied – ein richtiger Wembley-Moment in der 3. Liga.
Aues Trainer äußert scharfe Kritik
Die Entscheidung sorgte bei den Auer Verantwortlichen für massive Unruhe. Trainer Christoph Dabrowski war nach dem Spiel sichtlich verärgert: „Ich bin maximal frustriert. Aus 80 Metern sehe ich, dass der Ball niemals im Tor war. Ich verstehe das nicht und brauche mir diesen Sch* nicht mehr anzuschauen.“ Diese harschen Worte richtete er direkt an Schiedsrichter Schulz, dessen Kompetenz er infrage stellte: „Ich habe ihn gefragt, wie alt er ist und ob er berechtigt ist, schon ein Drittligaspiel zu pfeifen.“
Frustration auf Seiten Aues
Marvin Stefaniak, der Aue vor der Halbzeit in Führung gebracht hatte, war ebenfalls außer sich. „Es ist unfassbar, solche Entscheidungen zu treffen. Mir könnte der Kragen platzen. Ich mache das 1:0, aber am Ende zählt nur der Sieg“, betonte er und wies darauf hin, dass in der Liga vielleicht bald über die Einführung des VAR nachgedacht werden sollte.
Mannheims Sicht auf die Kontroverse
Terrence Boyd hingegen nahm die hitzige Debatte gelassen. „Es sieht schwer aus, aber am Ende wird es gewertet. Solche Entscheidungen gibt es in jedem Spiel“, sagte der Torschütze. Auch Mannheims Trainer Luc Holtz zeigte Verständnis für den Frust der Auer und merkte an, dass es nicht das erste Mal sei, dass ein Tor nicht anerkannt wurde, welches eigentlich hätte zählen müssen. „Vielleicht sollten wir ernsthaft über die Einführung der Torlinientechnologie nachdenken“, ergänzte er. Die Niederlage ist für Erzgebirge Aue besonders bitter, da der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz weiterhin neun Punkte beträgt. Bei nur noch acht verbleibenden Spielen scheint der Abstieg in die Regionalliga nun fast unausweichlich.