Neue Hoffnung für Lok Leipzig
Die Fans von Lok Leipzig lebten kurzzeitig in der Erwartung, dass ihr Verein nach dem Zwangsabstieg von 1860 München in die Regionalliga einen Platz in der 3. Liga ergattern könnte. Als Meister der Regionalliga Nordost und nach einer unglücklichen Relegation gegen die Würzburger Kickers schien es, als könnte Lok Leipzig doch noch in die dritthöchste Liga aufsteigen. Doch diese Hoffnung sollte schnell enttäuscht werden.
DFB-Spielordnung stellt sich quer
Die Statuten des DFB, insbesondere der Paragraf 55a der Spielordnung der 3. Liga, lassen für Lok Leipzig keinen Raum. Dieser besagt klar, dass bei einem Entzug oder einer Rückgabe der Zulassung eines Vereins in der 3. Liga dieser als Absteiger in die 4. Spielklassenebene gilt. Mit dem Abstieg von 1860 München und den damit verbundenen vier Absteigern aus der 3. Liga ist der TSV Havelse somit gerettet, während Lok Leipzig weiterhin ohne Perspektive bleibt.
Reaktionen aus Leipzig
Martin Mieth, Geschäftsführer von Lok Leipzig, äußerte sich zu der Situation: „Was gerecht oder ungerecht wäre, kann jeder Fußballfan für sich entscheiden, ist aber in diesem Fall nicht ausschlaggebend. Die bestehenden Statuten sind eindeutig und geben für uns keinen Grund zur Hoffnung auf eine Zulassung zur 3. Liga.“ Statt sich auf das Unveränderliche zu konzentrieren, blickt der Klub nun nach vorne und bereitet sich auf die Herausforderungen in der Regionalliga Nordost vor.
Die Frage nach der Fairness
Die gesamte Thematik wirft Fragen zur Fairness der Relegationsspiele auf. Kritiker bemängeln, dass die Regeln derzeitig nicht mehr zeitgemäß sind und sich die Situation für einen Klub wie Lok Leipzig als ungerecht erweist. Der Verein, der einst als erster deutscher Fußballmeister Geschichte schrieb, sieht sich nun durch die Statuten des DFB ausgebremst. Die Idee einer 3. Liga mit 21 Klubs, die eine mögliche Lösung hätte darstellen können, wird in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert, bleibt jedoch vorerst unrealisiert.
