Vom vereinslosen Torwart zum Aufstiegshelden
Marius Funk, einst ein vielversprechender Torwart des VfB Stuttgart, hat eine beeindruckende Reise hinter sich. Nach einem Aufstieg mit Energie Cottbus in die 2. Bundesliga kehrt er nun zu seinem Jugendverein zurück. Doch wie kam es zu diesem unerwarteten Comeback? Trainer Claus-Dieter Wollitz gibt Einblicke in die entscheidenden Momente dieser Geschichte.
Der unerwartete Anruf
Im Sommer 2024 war Funk nach seiner Zeit bei Ingolstadt ohne Verein. Ein Schicksal, das ihn jedoch nicht lange begleitete. Als der Stammtorhüter von Energie Cottbus, Elias Bethke, sich schwer verletzte, standen die Lausitzer vor der Herausforderung, einen neuen Schlussmann zu finden. Wollitz erinnert sich: „Der Name Funk fiel nie. Doch ich habe mich über den Torwarttrainer hinweggesetzt und ihn angerufen.“ Funk, überrascht von der Kontaktaufnahme, reagierte gelassen: „Wofür?“. Der Trainer erklärte ihm die Situation und wenig später war Funk Teil des Teams.
Der Schlüssel zum Aufstieg
Innerhalb kürzester Zeit wurde Funk zur Stammkraft und absolvierte 34 Ligaspiele. Mit beeindruckenden neun Zu-null-Partien trug er maßgeblich zum Aufstieg von Energie Cottbus in die 2. Bundesliga bei. Wollitz lobt: „Ich habe Funk gesagt, dass er perfekt zu unserem Fußball passt. 20 Minuten nach unserem Telefonat hat er zugesagt.“ Diese Entscheidung zahlte sich für beide Seiten aus.
Ein Blick in die Zukunft
Trotz seiner erfolgreichen Saison sprach Funk bereits im Winter von einer möglichen Rückkehr nach Stuttgart. Wollitz zeigt Verständnis für den bevorstehenden Abschied: „Stuttgart ist seine Heimat. Ich verliere ihn gerne, weil er in ein Regal treten darf, auf das ich stolz bin.“ Funk hinterlässt eine große Lücke in der Mannschaft, doch sein Weg zurück zu den Wurzeln ist ein Zeichen für die Verbundenheit mit seinem Heimatverein.
