München – Es ist wohl der größte Erfolg der Löwen seit dem Aufstieg 2018 in die 3. Liga! Mitten bei der Meisterfeier des FC Bayern auf dem Münchner Marienplatz tauchte plötzlich ein riesiges Bayern-Logo auf – doch beim genaueren Hinsehen wurde klar: Es war manipuliert.


Auf der XXL-Plane stand anstatt „FC Bayern München“ die Beleidigung „FC Bauern Hurensöhne“. Außerdem war mit schwarzem Edding die Zahl „1860“ auf das Logo geschrieben. Nach BILD-Informationen steckten Fans des Stadtrivalen 1860 München hinter der Aktion.


Wie kam das Anti-Bayern-Logo auf den Marienplatz?


Jetzt werden neue Details bekannt, wie das Banner überhaupt auf den Marienplatz gelangen konnte. Der Bereich in der Mitte des Marienplatzes war umzäunt. Dort kontrollierte eine externe Sicherheitsfirma stichprobenartig Taschen der Besucher. Außen um die abgesperrte Zone herum konnten Fans allerdings weiterhin frei entlanglaufen.





 


Neuer bemerkte den Löwen-Streich


Das manipulierte XXXXL-Logo wurde nach ersten Erkenntnissen von außen in die Menschen-Menge des abgesperrten Bereichs hineingegeben, von Richtung Kaufingerstraße/Galeria Kaufhof. Die Sicherheitskräfte vor Ort wussten nach BILD-Informationen nichts von der Aktion. Security und Fans waren durch die Ähnlichkeit des Logos zum Original-Wappen der Bayern getäuscht.







 



Stadionsprecher Stephan Lehmann (63), der auf dem Rathausbalkon durch die Veranstaltung führte, wurde während der Abschiedszeremonie für Leon Goretzka (32/Vertragsende nach acht Jahren) von Manuel Neuer (40) auf den fiesen Streich der Löwen-Fans hingewiesen.


 

Danach versuchte Lehmann noch, die Situation mit einer Ansage zu retten: „Könnt ihr mal kurz die Plane einholen, weil ihr seht ja nichts darunter. Tut sie bitte kurz zusammen.“ Doch da war es bereits zu spät: Genau in diesem Moment wurde das Banner live im TV und im Bayern-Stream eingeblendet.


Nach der Ansage ging es dann allerdings relativ schnell. Das Banner wurde eingerollt. Allerdings war der Streich der Löwen-Fans da schon längst perfekt. Bei einigen Bayern-Mitarbeitern sorgte die Aktion mit der Beleidigung erst für versteinerte Mienen im Rathaus, dann für Kopfschütteln.