Der Traum vom Aufstieg lebt
Der MSV Duisburg hat die Möglichkeit, den bemerkenswerten Sprung von der Regionalliga West in die 2. Bundesliga zu schaffen. Unter der Leitung von Cheftrainer Dietmar Hirsch braucht die Mannschaft vermutlich die maximale Ausbeute aus den letzten fünf Partien, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Im Interview mit dem "kicker" sprach Hirsch über die gegenwärtige Situation im Aufstiegskampf und seine Perspektiven für die Zukunft.
Motivation aus den Kritiken schöpfen
Vor zwei Jahren war der MSV Duisburg am Abgrund der 3. Liga. Am 33. Spieltag der Saison 2023/24 stand der Verein auf dem 18. Platz und hätte sich mit einem Rückstand von acht Punkten auf das rettende Ufer auseinandersetzen müssen. Der Verein holte Dietmar Hirsch, um den Neuaufbau in der Regionalliga zu leiten, und seither hat sich eine märchenhafte Erfolgsgeschichte entwickelt. Hirsch betont: "Allein schon, es den zwei Prozent der Leute zu zeigen, die sagen, mit mir kann man nicht aufsteigen, ist schon Motivation für mich." Diese Einstellung zeigt, wie wichtig der Trainer die Kritik für seine Motivation empfindet.
Platz 4 und die Aufstiegsambitionen
Aktuell belegt der MSV Duisburg den vierten Platz und ist punktgleich mit Cottbus, das sich auf dem Relegationsplatz befindet. Mit vier Punkten Vorsprung steht Essen auf dem zweiten Rang. Hirsch zeigt sich jedoch zurückhaltend, was Vorhersagen angeht: "Man kann in dieser Liga derzeit ja auch gar nichts voraussagen." Sein Ziel ist klar: "Wir wollen jetzt das Maximum und möglichst alle fünf Spiele gewinnen." Trotz der schmerzhaften Derby-Niederlage gegen RWE (0:1) bleibt der MSV im Rennen, mit zwei wichtigen Siegen gegen Osnabrück (1:0) und Mannheim (4:1) im Rücken.
Gemeinschaft und Zusammenhalt im Team
Eine positive Wendung in den letzten Wochen kam durch Umstellungen in der Formation und einen intensiveren Konkurrenzkampf im Team. Junge Talente wie Ben Schlicke und Niklas Jessen zeigen starken Einsatz, während erfahrene Spieler wie Florian Krüger und Thilo Töpken in Form kommen. "Alle ordnen sich unter. Es gibt keine persönlichen Befindlichkeiten. Der Erfolg steht über allem", erklärt Hirsch erfreut über den Teamzusammenhalt. Während der Aufstieg weiterhin im Fokus steht, betont der Trainer: "Wir müssen nicht aufsteigen, wir wollen aufsteigen. Das ist ein Unterschied." Sollte es nicht klappen, plant Hirsch bereits für die nächste Saison.