Zwei Jahre nach dem Aufstieg zurück in die 3. Liga
Nur zwei Jahre nach dem sensationellen Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga muss der SC Preußen Münster einen Rückschlag hinnehmen und ist wieder in der 3. Liga angekommen. Die Verantwortlichen arbeiten bereits an einem Plan für die kommende Saison und betonen die wirtschaftliche Stabilität des Vereins.
Trainerwechsel steht bevor
Alois Schwartz übernahm Mitte März die Verantwortung als Trainer von Alexander Ende, konnte jedoch den Abstieg nicht verhindern. Unter seiner Leitung blieb das Team in sechs Spielen ohne Sieg, was zu der Überlegung führte, seinen Vertrag, der am 30. Juni ausläuft, nicht zu verlängern. Berichten zufolge steht eine einvernehmliche Trennung kurz vor der Bekanntgabe. Als möglicher Nachfolger wird Thomas Wörle gehandelt, der in der Vergangenheit den SSV Ulm erfolgreich von der Regionalliga in die 2. Liga geführt hat.
Kaderanpassungen trotz Stabilität
Obwohl der Abstieg eine Veränderung im Kader mit sich bringt, ist kein großer Umbruch geplant. Aktuell sind 15 Spieler für die kommende Saison unter Vertrag, darunter Joshua Mees und Simon Scherder. Spieler wie Rico Preißinger, Niko Koulis und Yassine Bouchama sollen im Verein bleiben, während andere wie Etienne Amenyido den Verein verlassen werden. Zudem werden einige ausgeliehene Spieler zu ihren Stammvereinen zurückkehren, während neue Talente aus der U23 aufrücken.
Umbau des Preußenstadions schreitet voran
Seit 2022 wird das traditionsreiche Preußenstadion modernisiert. Mit der bereits in Betrieb befindlichen neuen Westtribüne und der geplanten Eröffnung der Osttribüne in diesem Sommer wird die Kapazität des Stadions schrittweise erhöht. Die vollständige Fertigstellung soll bis zur Saison 2027/28 erfolgen und die Kapazität auf über 19.000 Plätze anheben. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 88 Millionen Euro.
Ziele für die Zukunft klar umrissen
Trotz des bitteren Abstiegs sieht Sport-Geschäftsführer Ole Kittner eine sehr gute Perspektive für den Verein. Preußen Münster steht finanziell solide da und hat in der Saison 2024/25 einen Gewinn von 3,5 Millionen Euro verbucht. Während die unmittelbare Rückkehr in die 2. Liga nicht als Ziel ausgerufen wird, strebt der Verein dennoch an, in der 3. Liga oben mitzuspielen. Kittner betont, dass der Klub mit Realismus und Klarheit an die anstehenden Herausforderungen herangehen wird.
