Wie schon in den letzten Spielen gegen Verl und Ulm, so wurde auch das Duell des F.C. Hansa Rostock gegen Schweinfurt am Samstag von einer ungeplanten Unterbrechung geprägt.
Partie für vier Minuten unterbrochen
Bereits kurz nach dem Anpfiff sorgten die über 2.500 mitgereisten Hansa-Fans für Aufsehen. Unter dem Motto "Für die Farben blau und weiß, geben wir alles, machen uns heiß" entzündeten sie eine beeindruckende Pyroshow, die aus zahlreichen blauen Rauchtöpfen, Raketen und Heulern bestand. Diese spektakuläre Choreo zog jedoch auch unerwünschte Konsequenzen nach sich: Der Schiedsrichter Sebastian Hilsberg sah sich gezwungen, das Spiel in der 5. Minute für mehr als vier Minuten zu unterbrechen, da der Rauch über das Spielfeld zog. Während dieser Zeit suchte die Polizei den Dialog mit den Verantwortlichen beider Klubs sowie dem Schiedsrichter-Team, während Hansa-Spieler Adrien Lebeau einige Überreste der Pyrotechnik vom Platz aufräumte.
Konsequenzen für beide Teams
Nach exakt 4:10 Minuten gab Schiedsrichter Hilsberg das Spiel wieder frei. Die Kogge, die in den letzten Wochen bereits wegen ähnlicher Vorfälle in die Schlagzeilen geraten war, muss nun mit einer hohen Geldstrafe des DFB rechnen. Besonders brisant ist die Situation, da es auch im Spiel gegen Verl und Ulm zu ähnlichen Unterbrechungen kam. Doch nicht nur Hansa Rostock wird zur Kasse gebeten: Auch die Schweinfurter müssen mit Konsequenzen rechnen, da im heimischen Block vor Anpfiff ebenfalls Pyrotechnik gezündet wurde.
Ruf nach mehr Sicherheit im Stadion
Die wiederholten Vorfälle werfen ein Licht auf die Sicherheitslage in den Stadien der 3. Liga. Es wird zunehmend gefordert, dass Maßnahmen ergriffen werden, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Die Vereine stehen in der Verantwortung, sowohl die Sicherheit ihrer Fans als auch die Unversehrtheit des Spiels zu gewährleisten. Die aktuellen Ereignisse könnten daher ein Umdenken in der Fan- und Stadionkultur nach sich ziehen.