Die Stimmung bei Rot-Weiss Essen könnte derzeit nicht besser sein. Mit dem jüngsten Derbysieg gegen den MSV Duisburg im Rücken und einer beeindruckenden Serie von fünf Siegen in Folge, reist die Mannschaft nun zum 1. FC Schweinfurt 05. Das klare Ziel ist es, den nächsten Schritt im Aufstiegsrennen zu machen – doch Trainer Uwe Koschinat warnt vor einer möglichen Überheblichkeit.
Respekt vor dem Gegner ist unerlässlich
Obwohl die Rollen vor der Partie klar verteilt scheinen – RWE im Aufstiegsmodus und Schweinfurt kämpft gegen den Abstieg – mahnt Koschinat zur Vorsicht. „Wir dürfen die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen“, stellte er bei der Pressekonferenz klar. Schweinfurt sei unter Trainer Jermaine Jones zu einer ernstzunehmenden Mannschaft gewachsen. Wichtig sei, dass Jones den Spielern Vertrauen geschenkt und eine klare Spielidee vermittelt hat. „Sie haben eine mutige Spielanlage entwickelt, die von hinten nach vorne durchzieht“, analysierte Koschinat. Ein weiterer Faktor, den der RWE-Coach hervorhob, ist die Fitness und Widerstandsfähigkeit des Gegners. Diese könnten besonders in der kritischen Schlussphase der Partie entscheidend sein. Daher ist es für Rot-Weiss Essen unerlässlich, dem Gegner „mit dem Respekt zu begegnen, der ihm gebührt“.
Personelle Herausforderungen für RWE
Auf personeller Ebene gibt es Licht und Schatten für die Essener. José-Enrique Rios Alonso und Michael Kostka sind zurück im Kader, während Jaka Cuber Potocnik aufgrund von gesundheitlichen Problemen ausfällt. „Er hat mit Fieber zu kämpfen und klagt jetzt über starke Kopf- und Gliederschmerzen“, erklärte Koschinat und hofft auf eine rasche Genesung des Stürmers. Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen den FC Ingolstadt ist die Rückkehr von Potocnik wünschenswert. Trotz der Englischen Woche plant Koschinat keine umfangreichen Umstellungen in der Startelf. „Einige moderate Anpassungen sind möglich, aber wir werden nicht viel verändern“, so der Trainer. Besonders interessant bleibt die Situation um Jannik Hofmann, der nach einer Sprunggelenksverletzung im Derby sein Comeback feierte. Koschinat betont die Wichtigkeit einer wohlüberlegten Entscheidung bezüglich Hofmann: „Er ist mental stark, aber nach längerer Verletzung ist Vorsicht geboten.“ Mit dieser Mischung aus Respekt und Entschlossenheit wird Rot-Weiss Essen in die Partie gegen Schweinfurt gehen und alles daran setzen, die erfolgreiche Serie fortzusetzen.