Rot-Weiss Essen ist aktuell in einer bemerkenswerten Form und blickt auf eine beeindruckende Serie von sieben Siegen hintereinander zurück. Diese Erfolgswelle hat dem Traditionsverein einen wertvollen Vorsprung von vier Punkten auf den drittplatzierten Energie Cottbus verschafft – und das alles rechtzeitig für die entscheidenden Wochen der Saison. Nun steht das Duell gegen Cottbus an, das für den Sonntag angesetzt ist.
Herausforderung in der Lausitz
In der Hinrunde trafen die beiden Klubs bereits aufeinander, und damals musste sich Essen im eigenen Stadion mit 2:3 geschlagen geben. Jetzt, wo der zweite gegen den dritten der Tabelle antritt, ist die Ausgangslage umso spannender. Cheftrainer Uwe Koschinat warnt jedoch davor, den Vorsprung überzubewerten. „Wir dürfen nicht den Luxus genießen, nur verteidigen zu wollen. Unser Ziel ist es, in Cottbus zu gewinnen“, erklärte er. Erforderlich sei dazu eine intensive Leistung, denn die Aufgabe in der Lausitz wird als äußerst herausfordernd eingestuft.
Spannung auf und neben dem Platz
Die Atmosphäre im Energie-Stadion könnte hitzig werden, was die Spieler zusätzlich motiviert. Koschinat freut sich darauf, dass fast 1.500 RWE-Fans das Team unterstützen werden. „Unterstützung von den Zuschauern ist enorm wichtig, gerade in einem so bedeutenden Spiel“, betonte der Trainer. Er hob aber auch die Stärken des Gegners hervor: „Cottbus hat eine starke Ballbesitzstruktur und kann Gegner oft unter Druck setzen.“ Für das bevorstehende Match muss Koschinat allerdings auf Lucas Brumme verzichten, der aufgrund einer Gelbsperre ausfällt. Dafür kann er auf die Rückkehr von Franci Bouebari zählen. Der Trainer ist sich sicher, dass die Mannschaft die richtige Einstellung und das nötige Selbstbewusstsein mitbringen wird, um auch in Cottbus zu bestehen.
Der schmale Grat zwischen Selbstbewusstsein und Übermut
Koschinat ist sich bewusst, dass zwischen Selbstsicherheit und Übermut ein schmaler Grat liegt. „Wir fahren nicht nach Cottbus, um nur defensiv zu agieren, denn das funktioniert dort in der Regel nicht gut“, warnte der Coach. Er betont, dass RWE die Chance nutzen sollte, den Vorsprung auf Cottbus bei einem Sieg auf sieben Punkte auszubauen und somit einen möglichen Konkurrenten im Aufstiegsrennen weiter zu distanzieren. Mit dieser Motivation und dem Willen, ihre Serie fortzusetzen, geht Rot-Weiss Essen optimistisch in das Spitzenspiel in der Lausitz.