Die zweite Mannschaft von Rot-Weiss Essen setzt ihren beeindruckenden Lauf in der Rückrunde fort und feiert bereits den zehnten Sieg in Folge in der Bezirksliga 6. Im Duell gegen den Drittplatzierten SV Burgaltendorf überzeugte die RWE-Reserve mit einer starken ersten Halbzeit, in der sie bereits mit 4:0 in Führung ging. Am Ende triumphierten die Essener mit 5:2 und knackten gleichzeitig die 100-Tore-Marke in dieser Saison.
Effektivität als Schlüssel zum Erfolg
Marcel Platzek stach erneut heraus und erzielte zwei der fünf Treffer für Rot-Weiss Essen, während auch Arda Islam, Orcun Mengenli und Joel Bema sich in die Torschützenliste eintrugen. RWE-Trainer Stefan Lorenz zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Unter dem Strich steht für mich aufgrund der ersten Halbzeit ein klar verdienter 5:2-Sieg. Wir sind froh, dass wir Burgaltendorf in der Tabelle weiter auf Abstand halten können. Die Aufgabe heute waren drei Punkte, und die haben wir geholt. Jetzt geht es morgen ganz normal mit der Vorbereitung auf den Vogelheimer SV weiter.“
Zwei Gesichter der Partie
Die 290 Zuschauer erlebten ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Während RWE in der ersten Halbzeit durch gnadenlose Effektivität glänzte und jede Chance nutzte, war Burgaltendorf in der zweiten Hälfte die aktivere Mannschaft. Doch trotz zahlreicher Bemühungen gelang es den Gästen nicht, die Partie nochmals spannend zu gestalten. Burgaltendorfs Trainer Andreas Krippel äußerte sich nach dem Spiel kritisch zur ersten Halbzeit: „Wir haben uns viele Dinger selbst reingehauen und echt fiese Fehler gemacht.“ Ein Beispiel dafür war das 0:2, als ein missratener Klärungsversuch eines Verteidigers dem RWE-Angreifer Platzek in die Füße fiel. Trotz der Enttäuschung lobte Krippel die Reaktion seiner Mannschaft im zweiten Durchgang: „Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war dann grandios. Das muss man, auch wenn die Jungs enttäuscht sind, positiv herausheben.“
Aufstiegsträume in weite Ferne gerückt
Mit der Niederlage gegen RWE II hat der SV Burgaltendorf seine Aufstiegshoffnungen wohl begraben. Der Rückstand auf den Tabellenzweiten beträgt nun acht Punkte. Krippel stellte klar, dass der Aufstieg intern nie als konkretes Ziel ausgesprochen wurde: „Wir haben uns nach der Hinrunde mehr vorgenommen, und das Wort Aufstieg fiel sehr oft. Das war vielleicht nicht so förderlich für meine Truppe.“ Er betonte zudem, dass sie mit einem stark verjüngten Kader in dieser Saison bereits viele Erfolge gefeiert haben und auch in Zukunft darauf aufbauen werden. Insgesamt bleibt RWE II ein heißer Anwärter auf die Spitzenplätze der Liga, während Burgaltendorf neue Strategien für die kommende Saison entwickeln muss.