Niederlagenserie schockt Rot-Weiss Essen
Innerhalb einer Woche hat Rot-Weiss Essen durch zwei schmerzhafte Niederlagen trotz zwischenzeitlicher Führungen eine vielversprechende Ausgangslage im Aufstiegskampf verspielt. Nachdem die Mannschaft zuletzt gegen den FCS verloren hat, ist der direkte Aufstieg nun nicht mehr in eigener Hand. Trainer Uwe Koschinat äußerte sich nach dem Spiel besorgt über die Chancenverwertung und defensive Unachtsamkeiten, die erneut zu entscheidenden Fehlern führten.
Kritik an der Chancenverwertung
Nach dem Spiel wirkte Koschinat sichtlich betroffen. Er musste zunächst verarbeiten, dass seine Mannschaft erneut eine Führung aus der Hand gegeben hat, wie bereits in der Vorwoche gegen Cottbus. "Wir konnten uns in der zweiten Halbzeit nicht über fehlende Chancen beschweren", erklärte Koschinat und verwies auf den Pfosten und den starken FCS-Keeper Menzel, die RWE den Sieg verweigerten. Trotz einer Vielzahl an Möglichkeiten wollte der Ball einfach nicht ins Netz. Besonders schmerzhaft war die Tatsache, dass RWE ab der 82. Minute in Überzahl spielte und dennoch nicht zu einem Torerfolg kam.
Defensive Schwächen und mentale Probleme
Koschinat kritisierte auch die defensive Leistung seiner Mannschaft. "Vor dem ersten Gegentor waren wir nicht auf der Höhe und haben auf einen Pfiff gehofft", so der Coach. Diese Nachlässigkeit führte zu einem schnelleren Gegentor, was für Koschinat nicht zum ersten Mal in dieser Saison passierte. "Vielleicht ist das ein Faktor, der uns fehlt, um ganz vorne wegzulaufen," gab er zu bedenken. Diese mentale Schwäche könnte sich als entscheidend im weiteren Verlauf der Saison herausstellen.
Wichtige Spiele stehen bevor
Nach der zweiten Niederlage in Folge und dem Sieg von Energie Cottbus ist RWE auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht. Der direkte Aufstieg ist nun nicht mehr in eigener Hand, obwohl die Essener vor einer Woche noch sieben Punkte Vorsprung auf Platz 3 hatten. Koschinat fordert von seiner Mannschaft, nun "den Kopf oben zu behalten". "Es gibt nichts, wofür wir uns schämen müssen," betonte er. Am kommenden Samstag steht das Spiel gegen den VfB Stuttgart II an, wo RWE dringend drei Punkte benötigt, um zumindest den dritten Platz zu verteidigen. Die Sperren von Ramien Safi und Klaus Gjasula machen die Aufgabe jedoch nicht leichter.