Saisonbilanz der 3. Liga: Ein Blick auf die Plätze 6 bis 10

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Hannes Jornalist
Saisonbilanz der 3. Liga: Ein Blick auf die Plätze 6 bis 10

SV Waldhof Mannheim: Auf und Ab in der Saison

Die 18. Saison der eingleisigen 3. Liga ist Geschichte und der SV Waldhof Mannheim hat in dieser Zeit für viel Gesprächsstoff gesorgt. Rekordverdächtig früh sicherte sich der Klub nationales Medieninteresse, als er mit Dominik Glawogger einen neuen Trainer verpflichtete, diesen jedoch nach nur zwei Spielen wieder entlassen musste. Der langjährige luxemburgische Nationaltrainer Luc Holtz übernahm und schaffte es, die Mannschaft ins sichere Tabellenmittelfeld zu führen. Trotz beeindruckender Fortschritte im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren, blieb der SVW hinter den eigenen Erwartungen zurück. Mit 72 Gegentoren, die nur von drei Absteigern überboten wurden, war die Defensive ein großes Sorgenkind. Holtz führt den Waldhof zwar zu einem Landespokalsieg, doch die Hoffnung auf mehr blieb unerfüllt.

SV Wehen Wiesbaden: Von Aufstiegsträumen zu Enttäuschung

Der SV Wehen Wiesbaden startete mit großen Ambitionen in die Saison und konnte anfangs mit einem soliden Punktestand von 16 Punkten aus zwölf Spielen aufwarten. Nach der Entlassung von Eigengewächs Nils Döring und der Verpflichtung von Daniel Scherning schien sich der Kurs zu stabilisieren, besonders im heimischen Stadion. Doch der vielversprechende fünfte Tabellenplatz Ende Februar entpuppte sich als trügerisch. Ein massiver Leistungsabfall führte zu neun sieglosen Spielen, was die Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Zweite Liga zum 100-jährigen Vereinsjubiläum platzen ließ. Letztlich konnte der SVWW die Saison mit einem Sieg im Landespokalfinale und einem Erfolg gegen Hoffenheim II versöhnlich beenden, doch die Enttäuschung bleibt.

TSV 1860 München: Vom Aufstiegskandidaten zum Krisenclub

Die Euphorie beim TSV 1860 München war nach einem starken Transferfenster groß. Fans und Trainer waren sich einig, dass die Löwen der Topfavorit auf den Aufstieg seien. Doch die Realität sah anders aus: Nach einem verheißungsvollen Beginn folgte die Ernüchterung mit der Entlassung von Trainer Patrick Glöckner und Sportchef Christian Werner. Unter Markus Kauczinski schaffte es die Mannschaft, sich zurückzukämpfen und zwischenzeitlich wieder in die Nähe der Aufstiegsplätze zu gelangen. Doch auch hier folgte das nächste Tief mit nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen. Die Verletztenmisere und finanzielle Sorgen trugen zur Unruhe im Verein bei, was die Hoffnungen auf einen Aufstieg weiter trübte.

Fazit: Ein durchwachsenes Jahr für die Drittligisten

Insgesamt war die abgelaufene Saison für die Teams auf den Plätzen 6 bis 10 der 3. Liga von Höhen und Tiefen geprägt. Während der SV Waldhof Mannheim und der SV Wehen Wiesbaden Fortschritte im Vergleich zu den Vorjahren zeigten, blieben die Erwartungen unerfüllt. Der TSV 1860 München erlebte eine Achterbahnfahrt, die schließlich in einer Enttäuschung endete. Die Bilanz ist durchwachsen, und die Klubs müssen nun die Lehren aus dieser Saison ziehen, um in der kommenden Spielzeit erfolgreicher zu sein.