Ein Rückblick auf die Saison 2025/26
Die 18. Saison der eingleisigen 3. Liga ist abgeschlossen und bietet Anlass zur Reflexion. Welche Teams haben die Erwartungen übertroffen? Und wer muss die vergangene Spielzeit aufarbeiten? liga3-online.de nimmt alle 20 Klubs unter die Lupe und analysiert die Leistungen der Mannschaften auf den Plätzen 11 bis 15.
Saarbrücken: Ein Jahr zum Vergessen
Nach der denkbar knappen Niederlage in der Relegation zur 2. Liga war der Druck auf den 1. FC Saarbrücken groß. Der Saisonstart verlief vielversprechend mit fünf Siegen aus sieben Spielen, die den Verein auf Platz zwei der Tabelle katapultierten. Doch der 2:1-Sieg gegen Schweinfurt im September sollte der letzte Erfolg für lange Zeit bleiben. Es folgten 16 sieglose Partien, die den FCS auf den 16. Platz abrutschen ließen und dazu führten, dass mit Alois Schwartz und Jürgen Luginger gleich zwei Trainer ihren Posten verloren. Unter dem neuen Trainer Argirios Giannikis konnte zwar ein Sieg gegen Stuttgart II gefeiert werden, doch die Gesamtbilanz bleibt ernüchternd. Am Ende steht der 15. Platz und die Erkenntnis, dass in Saarbrücken nun erstmal Wunden geleckt werden müssen. Zeugnis: Eine Saison, die nicht im Totalschaden endete, jedoch wenig Positives bietet. Note: 5
VfB Stuttgart II: Auf und Ab im Zickzackkurs
Die Saison des VfB Stuttgart II war geprägt von einer unbeständigen Leistung, während die Mannschaft im erweiterten Mittelfeld der Tabelle verweilte. Im Vergleich zur Vorsaison gab es jedoch Fortschritte, da die jungen Schwaben nie ernsthaft um den Klassenerhalt bangen mussten. Die Hinrunde verlief besser als die Rückrunde, die die Mannschaft auf Platz 17 der Rückrundentabelle einordnete. Besonders auffällig war die hohe Anzahl an Gegentoren und die schwache Auswärtsbilanz. Dennoch blieben einige herausragende Spiele nicht aus, darunter ein beeindruckendes 6:1 gegen Rot-Weiss Essen. Talente wie Florian Hellstern, Mirza Catovic und Noah Darvich konnten sich in der 3. Liga weiterentwickeln. Zeugnis: Die Tatsache, dass der Abstieg kein Thema war, gepaart mit der Talentförderung, rechtfertigt eine solide Note. Note: 3+
SSV Jahn Regensburg: Stabilität nach Umbruch
Der SSV Jahn Regensburg könnte sich mit dem Prädikat "Graue Maus" anfreunden. Nach einem Abstieg aus der 2. Liga und einem Umbruch gelang es den Oberpfälzern, sich stabil zu entwickeln. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden sie ihren Rhythmus und schafften es ins gesicherte Mittelfeld. Der emotionale Höhepunkt der Saison war der Derbysieg gegen 1860 München, der dem Team den nötigen Schwung verlieh. Nach dem überraschenden Abgang von Trainer Michael Wimmer blieb der positive Trend unter Nachfolger Sascha Hildmann weitgehend bestehen. Zeugnis: Eine solide Saison, die auf einem stabilen Fundament aufbaut, verdient eine angemessene Note. Note: 3-
Ingolstadt: Ein Jahr der Ernüchterung
Ingolstadt hat die glorreichen Zeiten hinter sich gelassen. Die finanzielle Unterstützung von Geldgeber Audi wurde stark reduziert, was sich auf die Mannschaft auswirkte. Die Saison bot eine Reihe von Herausforderungen, die nur teilweise gemeistert wurden. Der Verein steht vor der Aufgabe, sich neu zu orientieren und die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen. Zeugnis: Die Ansprüche sind nicht erfüllt worden, was eine kritische Neubewertung erfordert. Note: 4
