Saisonabschluss mit Rekord und Emotionen
Der SC Verl steht vor dem letzten Spieltag der Saison und kann auf eine rekordverdächtige Spielzeit zurückblicken. Trotz der erreichten Meilensteine, wie dem Einzug ins DFB-Pokal und dem Finale im Landespokal, schwingen bei Trainer Tobias Strobl gemischte Gefühle mit. „Es fühlt sich an, als ob wir etwas liegen gelassen haben“, so der Coach über den Verlauf der letzten Wochen, in denen das Team seine starke Ausgangslage nach der Länderspielpause nicht nutzen konnte.
Herausforderungen und Leistungsdruck
In den letzten Spielen fehlte es dem SC Verl an Konstanz und Leistungsfähigkeit. „Wir mussten wichtige Spiele ersatzgeschwächt angehen und haben unsere Führungen in direkten Duellen hergeschenkt“, erklärt Strobl. Der Druck, den sich das Team selbst auferlegt hatte, könnte ebenfalls eine Rolle gespielt haben. „Wir sind noch dabei, die Ursachen zu analysieren“, fügt er hinzu.
Ein Umbruch steht bevor
Mit Blick auf die nächste Saison steht ein großer Umbruch an. „Wir verabschieden am Samstag gegen 1860 München zwölf Spieler“, berichtet Strobl. Einige dieser Spieler waren maßgeblich am Erfolg des Teams beteiligt, werden aber nicht mehr für den SC Verl auflaufen. Der Trainer räumt ein, dass es zu viel des Guten wäre, mit großen Aufstiegsambitionen in die neue Saison zu gehen, wenn viele bewährte Kräfte fehlen werden.
Fokus auf das letzte Spiel und die Zukunft
Im Saisonabschluss gegen 1860 München hat der SC Verl die Möglichkeit, sich auf einen der oberen Plätze in der Liga zu positionieren. „Eine Platzierung als Fünfter oder Sechster wäre ein historischer Erfolg für den SC Verl in der 3. Liga“, so Strobl optimistisch. Nach dem Spiel wird ein Fanfest ausgerichtet, das mit einem Sieg natürlich noch mehr Freude bereiten würde. Nach der Saison plant Strobl, sich eine kurze Auszeit zu nehmen, um neue Kraft zu tanken und die Personalplanung für die kommende Spielzeit voranzutreiben. „Ich freue mich auf Abstand und Zeit mit der Familie“, schließt er.
