Vom Praktikanten zum Sportlichen Leiter
Sebastian Neumann hat sich in den letzten Jahren von einem Praktikanten zum Sportlichen Leiter der Würzburger Kickers hochgearbeitet. Diese Reise war geprägt von Höhen und Tiefen, insbesondere durch die vierjährige Abstinenz aus der Dritten Liga. Im Interview mit liga3-online.de spricht er über seine Erfahrungen, die Herausforderungen des Vereins und die Zukunft der Kickers.
Kühl bleiben in heißen Zeiten
Gerade in den heißen Sommertagen, wenn die Temperaturen jenseits der 30 Grad steigen, stellt sich die Frage, wie man in Vertragsverhandlungen einen kühlen Kopf bewahren kann. Neumann zeigt sich überzeugt, dass eine gute Vorbereitung und das richtige Gespür für die finanzielle Situation des Vereins entscheidend sind. „Ich kann bei Verhandlungen recht cool bleiben“, so der Sportliche Leiter, der auch betont, dass der Markt derzeit ruhig ist, jedoch spannende Möglichkeiten bietet.
Zukunftsorientierte Kaderplanung
Mit dem ersten Neuzugang, Namrud Embaye vom FV Illertissen, setzt Neumann auf Potenzialspieler, die in der Regionalliga glänzten. Der Trainingsauftakt am 25. Juni wird mit einer Kadergröße von etwa 17 bis 18 Spielern geplant, wobei auch Vertragsverlängerungen für Schlüsselspieler wie Philipp Ochs und Tarsis Bonga im Raum stehen. „Wir haben einiges in der Pipeline“, erklärt Neumann und lässt durchblicken, dass es möglicherweise bald weitere Neuzugänge geben könnte.
Ein neues Image für die Kickers
Die Würzburger Kickers haben in der Vergangenheit den Ruf einer Fahrstuhl-Mannschaft erworben, die zwischen Dritter Liga und Regionalliga pendelt. Neumann hat das Ziel, diesen Ruf abzulegen und den Verein dauerhaft im gesicherten Mittelfeld zu etablieren. „Wir wollen aus dem Aufzug aussteigen und nachhaltige Arbeit leisten“, betont er, während er gleichzeitig die schwierigen Jahre nach dem Doppelabstieg reflektiert.
Keine Ambitionen als Trainer
Trotz seiner Erfahrungen als Interimstrainer zeigt Neumann keine Ambitionen, dauerhaft das Traineramt zu übernehmen. Er ist froh, dass er die Herausforderungen eines Sportlichen Leiters annehmen kann und sieht seine Rolle im Aufbau von Scouting-Prozessen und der Zusammenarbeit mit Beratern. „Die negativen Aspekte, die ich erlebt habe, haben mich geprägt“, blickt er zurück und zeigt sich optimistisch für die Zukunft der Würzburger Kickers.
