Aue-Fans feiern ihren Trainer
Nach dem Schlusspfiff des Sachsenpokal-Endspiels in Zwickau war die Freude bei den 1600 Fans des FC Erzgebirge Aue unüberhörbar. Immer wieder skandierten sie den Namen ihres Trainers: „Shubitidze, Shubitidze, Shubitidze“. Für viele Anhänger ist der Sieg im Pokal und die damit verbundene Teilnahme am DFB-Pokal vor allem das Verdienst von Khvicha Shubitidze. Der 51-jährige Georgier hat in seiner kurzen Amtszeit eindrucksvolle Leistungen gezeigt und die Mannschaft wieder auf Kurs gebracht.
Shubitidze bleibt bescheiden
Bei den Feierlichkeiten zeigte sich Shubitidze gewohnt zurückhaltend. Mit der Medaille in der Hand winkte er zur Gästekurve und machte deutlich, dass der Erfolg seiner Mannschaft zuzuschreiben sei. „Dafür bin ich zu oldschool. Das haben die Jungs verdient, nicht ich“, erklärte er in einem Interview. Nur unter einer Bedingung würde er auf den Zaun steigen: „Wenn wir ins DFB-Pokal-Finale einziehen und gewinnen, dann komme ich auf den Zaun“, fügte er mit einem Lächeln hinzu.
Ein Neuanfang für Aue
Der Trainer gilt als Hoffnungsträger für den Neuanfang des FC Erzgebirge. Seit seiner Übernahme Anfang April hat Shubitidze die Mannschaft von Christoph Dabrowski geleitet und trotz eines klaren Aufwärtstrends den Abstieg in die Regionalliga nicht verhindern können. Er kann jedoch auf eine positive Bilanz zurückblicken: Von acht Pflichtspielen unter seiner Regie wurde nur eines verloren. „Wir haben uns von Woche zu Woche gesteigert, bei den Jungs ist der Glaube zurückgekehrt“, so Shubitidze nach dem Sieg in Zwickau.
Zukunftsorientierte Ziele für die kommende Saison
Vor Aue liegt ein großer Umbruch, da ein Großteil der Spieler den Klub verlassen wird. Dennoch ist der Verein fest entschlossen, in der kommenden Saison um den Wiederaufstieg in die 3. Liga zu kämpfen. Shubitidze hat bereits ein klares Motto für sich und den Verein formuliert: „Die Vergangenheit einfach ruhen lassen und mit großer Hoffnung in die Zukunft starten.“ Mit dieser Einstellung und dem Rückhalt der Fans könnte der FC Erzgebirge Aue auf dem besten Weg sein, bald wieder im deutschen Fußballoberhaus zu spielen.
