Ein ungewollter Rekord: Der Abstieg des SSV Ulm 1846
Der SSV Ulm 1846 Fußball hat in der Saison 2025/2026 unfreiwillig Geschichte geschrieben. Nach dem direkten Aufstieg von der Regionalliga Südwest in die 2. Bundesliga im Jahr zuvor ist der Verein nun das erste Team, das nach einem solchen Durchmarsch direkt wieder in die Regionalliga absteigt. Mit lediglich 32 Punkten belegt der SSV Ulm aktuell den letzten Platz und kann den Abstieg auch theoretisch nicht mehr verhindern.
Die turbulente Saison und die Trainerwechsel
Die vergangene Spielzeit war für die Ulmer alles andere als einfach. Nach dem Abgang von Robert Lechleiter und Moritz Glasbrenner in der ersten Saisonhälfte übernahm Drittliga-Rekordtrainer Pavel Dotchev das Ruder. Trotz seiner Erfahrung konnte er die sportliche Misere nicht abwenden. Die ständigen Wechsel auf der Trainerposition und der Geschäftsführung, darunter auch Markus Thiele und Stephan Schwarz, haben zur Unruhe im Verein beigetragen. Torhüter Christian Ortag äußerte sich nach der Niederlage gegen den FC Viktoria Köln: „Wir hätten eine Serie gebraucht. Es tut unfassbar weh, wenn dieser Moment da ist.“
Neue Perspektiven mit Murat Isik
Trotz der enttäuschenden Saison gibt es Lichtblicke für die Zukunft des SSV Ulm. Mit Murat Isik hat der Verein einen neuen Sportdirektor verpflichtet, der seine Arbeit am 18. Mai aufnehmen wird. Isik bringt umfangreiche Erfahrung aus dem Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart mit und soll den Verein auf einen klaren, strukturierten Kurs bringen. Ulms Vorstandsvorsitzender Dominik Schwärzel betont: „Wir sind überzeugt, dass wir mit Murat Isik einen Sportdirektor gefunden haben, der hervorragend zu unserem Weg passt.“
Aufbau einer neuen Identität
Murat Isik selbst zeigt sich optimistisch: „Ich sehe beim SSV die große Chance, wirklich etwas aufzubauen – nicht nur kurzfristig, sondern mit einer klaren Identität, was den sportlichen Bereich angeht, von den Profis bis hin zum NLZ.“ Die Verantwortlichen des Vereins setzen auf eine langfristige Planung, um das Potenzial des SSV Ulm auszuschöpfen. Die nächsten Schritte werden entscheidend sein, um den Verein nach dem Abstieg wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.
